Aktualisiert 05.07.2012 09:20

Open-Air-UmfrageHauptsache, hackedicht!

Die Schweiz ist ein Land voller Festival-Fans - wobei nicht für alle die Musik am wichtigsten ist. Was die Leser nebst übermässigem Alkoholkonsum während drei Tagen sonst noch bewegt? Sex!

von
L. Selmani

Open-Air-Zeit ist Sauf-Zeit! Könnte man zumindest meinen, wenn man die Ergebnisse unserer nicht-repräsentativen Festival-Umfrage betrachtet: Die Mehrheit der Teilnehmer macht keinen grossen Hehl um ihren ungebremsten Alkoholkonsum während der Festival-Tage.

Von den 4927 Teilnehmern besuchten bereits 87 Prozent mindestens ein Freiluftkonzert – und liessen es während der drei Tage auch ordentlich krachen: Knapp 43 Prozent der Besucher geben zwar an, dass sie beim Bierchen-Kippen nicht übertreiben (drei Prozent verzichten gar ganz auf Alkohol), doch die restlichen 57 Prozent torkeln zwischen «Ich bin mindestens drei Tage lang hackedicht» und «Ich kann mich nicht mehr erinnern, also vermute ich mal sehr, sehr viel» herum.

Open-Air-Jungfrauen stören sich an Trunkenbolden

Der übermässige Alkoholkonsum ist übrigens auch daran schuld, dass 13 Prozent noch nie an einem Festival waren und höchstwahrscheinlich auch nie eines besuchen werden. Dicht gefolgt von Zelt-Abneigung und inakzeptablen Hygienebedingungen. Doch gerade das Zelten ist für viele Besucher eines der Highlights: Ein Viertel pilgert vor allem wegen der Geschehnisse neben dem Festival-Gelände an ein Open Air. Aber auch die Musik und die ausgelassene Stimmung müssen stimmen. Und das Bier darf natürlich nicht fehlen.

Sollen sich die Befragten für eine Sache entscheiden, landet mit 32,02 Prozent der Stimmen «Party, Party, Party» auf dem ersten Platz, 31,77 Prozent lassen sich in erster Linie wegen der Musik für ein Festival begeistern und das restliche Drittel möchte am liebsten alles auf einmal - Musik, Bier, Party und Sex, Reihenfolge egal.

«Ich glaube, ihr Name war irgendetwas mit M»

Apropos Sex: Einen One-Night-Stand hat bereits ein Viertel der Teilnehmer während eines Open Airs erlebt – an Namen kann sich die grosse Mehrheit aber nicht erinnern. 35 Prozent sind der festen Überzeugung, es müsse «irgendetwas mit M» gewesen sein, 40 Prozent waren froh, wussten sie noch ihren eigenen Namen am nächsten Morgen. Bleiben also noch 25 Prozent – und für die war die Zeltakrobatik «etwas ganz Besonderes», weshalb auch der Name der Person für immer im Herzen getragen wird.

Der Grund für die hohe Vergesslichkeitsrate einiger Festival-Gäste liegt auf der Hand: der liebe Alkohol. Wer viel Bier trinkt, hat viel Sex am Open Air und viele Gedächtnislücken am nächsten Tag - das erschliesst sich zumindest aus den Angaben der Teilnehmer: Sind es bei den Nicht- oder Wenigtrinkern lediglich 10 Prozent, die schon mal mit einer oder einem Fremden im Zelt gelandet sind, so hat die Hälfte der Hackedicht-Truppe bereits mehrmals ein Schäferstündchen während eines Open Airs erlebt.

Doch es herrscht ein kleiner Unterschied zwischen Männlein und Weiblein: Doppelt so viele Männer wie Frauen geben an, Sex mit einer/einem Fremden am Open Air praktiziert zu haben. Doch vielleicht wollten die Männer einfach nur angeben und die Frauen ihre Eskapaden nicht zugeben.

Open Airs im Ausland bislang die besten

Welche Open Airs bei den Teilnehmern in der Beliebtheitsskala ganz weit oben stehen, sehen Sie hier:

Ein Fünftel der Besucher gibt an, bereits in Deutschland ein Open Air besucht zu haben, fünf Prozent waren in Österreich oder Frankreich an einem Festival. Der Rest war hauptsächlich auf Schweizer Boden an Freiluftkonzerten. Dennoch: Fragt man nach dem besten Open Air, liegen die ausländischen zusammengezählt knapp vor einigen heimischen Festivals. Vor allem das Southside Festival und das Wacken (beide in Deutschland) haben es den Befragten angetan.

Sind Sie ein Open-Air-Fan? Welches ist Ihr Liebstes? Und aus welchem Grund besuchen Sie ein Festival? Schreiben Sie es ins Talkback!

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