Aktualisiert 14.06.2019 15:30

Sri Lanka

Hauptverdächtiger der Terror-Anschläge gefasst

Interpol hat am Freitag die Festnahme und die Auslieferung eines der Hauptverdächtigen der Bombenanschläge vom 21. April in Sri Lanka verkündet.

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Bei der Anschlagsserie in Sri Lanka kamen mindestens 290 Menschen ums Leben, über 500 Personen wurden verletzt.

Bei der Anschlagsserie in Sri Lanka kamen mindestens 290 Menschen ums Leben, über 500 Personen wurden verletzt.

AFP/Ishara S. Kodikara
Die Polizei hat nun den Hauptverdächtigen der Terroranschläge gefasst.

Die Polizei hat nun den Hauptverdächtigen der Terroranschläge gefasst.

AFP/Ishara S. Kodikara
Interpol hat am Freitag die Festnahme und die Auslieferung eines der Hauptverdächtigen der Bombenanschläge vom 21. April in Sri Lanka verkündet.

Interpol hat am Freitag die Festnahme und die Auslieferung eines der Hauptverdächtigen der Bombenanschläge vom 21. April in Sri Lanka verkündet.

AFP/Jewel Samad

Nach den verheerenden Anschlägen vom Ostersonntag in Sri Lanka mit mehr als 250 Toten ist ein Hauptverdächtiger gefasst worden. Der 29-jährige Mann aus Sri Lanka sei im Nahen Osten festgenommen und am Freitag zusammen mit vier anderen Verdächtigen an das Land ausgeliefert worden, teilte die Polizeiorganisation Interpol mit.

Der 29-jährige Ahamed Milhan Hayathu Mohamed wurde mit so genannter Red Notice wegen Terrorismus und Mordes von der Polizeiorganisation gesucht. Interpol gab keine Details darüber bekannt, in welchem Land er im Nahen Osten gefasst wurde.

Experten schon länger im Einsatz

«Die Festnahme und Auslieferung eines der Hauptverdächtigen der Bombenanschläge in Sri Lanka ist ein wichtiger Schritt in der laufenden Untersuchung», erklärte Interpol-Generalsekretär Jürgen Stock laut Mitteilung.

Die internationale Polizeiorganisation Interpol schickte bereits kurz nach den Anschlägen ein Experten-Team nach Sri Lanka. Das Team wurde auf Ersuchen der sri-lankischen Behörden eingesetzt und sollte die Ermittlungen nach der Anschlagsserie unterstützen. Es bestand aus Spezialisten mit Expertise in den Bereichen Tatortuntersuchung, Sprengstoff, Terrorismusbekämpfung und Opferidentifizierung.

Am Ostersonntag im April hatten neun Selbstmordattentäter Anschläge unter anderem auf drei christliche Kirchen und drei Luxushotels in Sri Lanka verübt. Dabei kamen mehr als 250 Menschen ums Leben.

IS-Terrormiliz will verantwortlich sein

Die Attentäter gehörten nach Angaben der Regierung einer einheimischen Islamistengruppe an, die der Hassprediger Mohammed Zaharan gegründet hatte. Er sprengte sich in einem der Hotels in die Luft. Indische Geheimdienste hatten Sri Lanka vorab über Anschlagspläne von Zaharans Gruppe gewarnt. Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) reklamierte die Anschläge für sich.

Nach den Anschlägen war es in Sri Lanka zu Unruhen gekommen; mindestens ein Mann kam dabei ums Leben. Die überwiegend buddhistischen Singhalesen stellen die Mehrheit der Bevölkerung in dem Inselstaat. Es hatte bereits seit einiger Zeit Spannungen und Gewalt zwischen Singhalesen und der muslimischen Minderheit gegeben – diese macht rund zehn Prozent der knapp 21 Millionen Sri Lanker aus. (sda)

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