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Betrunkener TeenieHaus verwechselt – vom Nachbarn erschossen

Ein 16-jähriger Schüler bekommt Hausarrest und darf nicht an eine Party mit seinen Freunden gehen. Da schleicht er sich einfach stillschweigend aus dem Elternhaus – mit fatalen Folgen.

von
bee

Weil Caleb Gordley sein Zimmer nicht aufgeräumt hat, verordnen ihm seine Eltern Hausarrest. Doch der Teenager aus Sterling im US-Bundesstaat Virginia hat anderes vor, als am Samstagabend alleine in seinem Zimmer zu sitzen. Ein Kumpel von ihm hat eine Party organisiert, die er sich auf keinen Fall entgehen lassen will. Um mit seinen Freunden mitfeiern zu können, schleicht er sich abends unauffällig aus dem Elternhaus.

Bei der Heimkehr von der Party am Sonntag in den frühen Morgenstunden klettert er mit Hilfe seiner Freunde durch ein Hinterfenster wieder ins Haus zurück – allerdings ins falsche. Versehentlich hat der Schüler die Villa seines Nachbarn erwischt. Als der angetrunkene Teenager die Treppen zu seinem vermeintlichen Zimmer hochstrauchelt, wird er von diesem gestellt.

Die Alarmanlage hatte den Nachbarn aus seinem Schlaf gerissen. Entschlossen steht er auf und packt sein Gewehr, um in seinem Haus nach dem Rechten zu schauen. Als er den Eindringling erblickt, fordert er ihn auf, sein Haus zu verlassen und gibt einen Warnschuss ab. Doch Caleb geht einfach weiter, im Glauben, bald in seinem Zimmer zu sein. Da schiesst der Nachbar auf ihn und verletzt ihn tödlich.

Die Häuser sehen fast identisch aus

Jetzt versuchen die Familie und Freunde des beliebten Teenagers zu verstehen, wie sich der tragische Unfall ereignet haben könnte. Calebs Elternhaus und dasjenige des Nachbarn sind beide aus rotem Ziegelstein gebaut und sehen demzufolge sehr ähnlich aus – auch im Innern. «Sie haben exakt den selben Treppenaufgang und sogar die gleichen Teppichbeläge wie wir. Caleb wähnte sich bestimmt in seinem eigenen Haus», sagte sein Vater, Shawn Gordley, der «Washington Post». «Er stolperte wohl in der Gegend umher und versuchte, in sein Zimmer zu gelangen.»

Wie die Zeitung weiter berichtete, handelt es sich bei dem Nachbarn um Donald West Wilder II, der schon seit neun Jahren im Quartier wohnt. Er geniesse grosses Ansehen und sei auch als freiwilliger Feuerwehrmann tätig. Über einen Streit unter den Familien sei den Behörden nichts bekannt.

Schweigeminute in der Schule

Auf Calebs Twitter-Account hatte sich der Schüler unlängst beklagt, dass es in Sterling zu wenig Partys gebe. Doch an jenem Wochenende sollte alles anders kommen. Er freute sich, dass ein Freund endlich mal wieder eine Party schmiss.

Am Montag gedachten Calebs Schulkameraden an der Park View High School ihres Kollegen. Freunde von seinem Basketball-Team schrieben Abschiedsbriefe und zeigten Videos seiner grossen Spiele. Caleb war dieses Jahr in die Schulauswahl aufgestiegen und regelmässig am trainieren. «Er war der Hype-Mann, der vor den Spielen das ganze Team in Stimmung bringen konnte», sagte sein Coach gegenüber den Medien.

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