In der Silvesternacht: Haus von Luzi Stamm geplündert
Aktualisiert

In der SilvesternachtHaus von Luzi Stamm geplündert

Böse Neujahrsüberraschung für Luzi Stamm: Diebe raubten an Silvester sein Haus aus. Offenbar wurde der
SVP-Politiker Opfer von Kriminaltouristen.

von
Lorenz Hanselmann
Luzi Stamm zeigt das Loch in der Türe, durch das die Diebe in sein Haus in Baden eindrangen.

Luzi Stamm zeigt das Loch in der Türe, durch das die Diebe in sein Haus in Baden eindrangen.

Luzi Stamms Haus sah aus wie ein Schlachtfeld, als er vom Feuerwerksbesuch in Zürich zurückkam: Der Boden war mit Kleidern und Büchern übersät, überall waren Fussabdrücke. «Schmuck, Foto­apparate, drei Computer, Filmkamera – alle Wertsachen waren weg», so der SVP-Nationalrat. Selbst die Kreditkarten, die Stamms Frau Stefanie in einer Socke in einer Schublade im Schlafzimmer versteckt hatte, nahmen die Diebe mit.

Das Büro des Anwalts liessen sie aber unangetastet – wohl weil der 59-Jährige die ­Täter in flagranti ertappte: Im Zimmer einer seiner drei Töchter blieb eine Hunderternote zurück auf dem Boden, zudem lag ein Handy der Täter auf dem Tisch. Die Diebe flüchteten durch die Küche, drückten im Garten einen Zaun nieder und suchten das Weite. «Sie müssen eiligst davongerannt sein», so Stamm.

Die Aargauer Kapo hat noch keine Spur von den Tätern. Die französische Spracheinstellung des Handys deutet auf Kriminaltouristen hin, die in der Region öfter auf Diebestour gehen. Und: Das Fenster in der Haustüre, durch das die Täter eindrangen, ist nur 34 mal 34 Zentimeter gross. «Da passt höchstens ein Kind durch», so Stamm. Die Polizei schliesst das nicht aus. Sie prüft nun, ob zwischen den mindestens zehn Einbrüchen, die über Silvester im Raum Baden/Wettingen gemeldet wurden, ein Zusammenhang besteht. Stamm selbst überlegt sich, eine Alarmanlage zu installieren. «Das würde es vielleicht meiner Familie ermöglichen, wieder ruhiger zu schlafen.»

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