Hausaufgabe: Mord
Aktualisiert

Hausaufgabe: Mord

In Neuseeland hat eine Schule für Aufregung gesorgt: Die Schüler hätten sich einen fiktiven Mord überlegen sollen. Ziel der Hausübung sei es gewesen, die Kinder zum Nachdenken anzuregen.

Die Schüler hätten sich überlegen sollen, wie sie einen Menschen umbringen und anschliessend die Leiche beseitigen würden, berichtete die Zeitung «New Zealand Herald». Die Schule habe sich inzwischen für die fragwürdige Aufgabe entschuldigt, hiess es in dem Zeitungsbericht weiter. Der entsprechende Lehrer habe ein «miserables Urteilsvermögen» an den Tag gelegt, sagte der Leiter des Howick College in Auckland, Bill Dimery.

Ziel der ungewöhnlichen Aufgabe sei es gewesen, die Schüler zum Lesen der Kurzgeschichte «Lamb to the Slaughter» («Lammkeule») von Roald Dahl zu animieren. Diese beschreibt, wie eine Frau ihren Ehegatten mit einer gefrorenen Lammkeule ermordet und diese dann dem ermittelnden Polizisten serviert.

«Der Plan war, die Kinder zum Nachdenken anzuregen über Menschen und deren Handlungen und Motivationen», sagte Dimery. Es sei nun einmal schwierig, Schüler mit immer neuen interessanten und innovativen Ideen für den zu vermittelnden Stoff zu begeistern. (sda)

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