Luzern: Hausbesetzer brechen in Gebäude der SBB ein
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LuzernHausbesetzer brechen in Gebäude der SBB ein

Die Hausbesetzer von Rosa Lavache sind am Donnerstag erneut in das SBB-Gebäude an der Güterstrasse 7 in Luzern eingebrochen. Die Gruppe strebe nach «unkommerziellen Freiräumen» in der Stadt.

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sw
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Die Hausbesetzer von Rosa Lavache sind am Donnerstagabend erneut in das SBB-Gebäude eingebrochen. «Rosa Lavache lässt sich nicht vertreiben», teilten die Hausbesetzer mit. Ihr Streben nach unkommerziell genutzten Freiräumen in Luzern bleibt lebendig.

Die Hausbesetzer von Rosa Lavache sind am Donnerstagabend erneut in das SBB-Gebäude eingebrochen. «Rosa Lavache lässt sich nicht vertreiben», teilten die Hausbesetzer mit. Ihr Streben nach unkommerziell genutzten Freiräumen in Luzern bleibt lebendig.

Rosa Lavache
Die Eigentümerin, die SBB Immobilien AG, will das Haus an der Güterstrasse 7 bis auf zwei vermietete Wohnungen leer stehen lassen.

Die Eigentümerin, die SBB Immobilien AG, will das Haus an der Güterstrasse 7 bis auf zwei vermietete Wohnungen leer stehen lassen.

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Die Aktivisten der Gruppe Rosa Lavache sind am Donnerstagabend «mit Freude» in die Wohnung an der Güterstrasse 7 eingedrungen und haben diese «wiederbelebt», wie sie am Freitag mitteilten.

«Rosa Lavache lässt sich nicht vertreiben»

Die Eigentümerin, die SBB Immobilien AG, wolle das Haus bis auf zwei vermietete Wohnungen leer stehen lassen. Deswegen habe sie die letzte «Belebung» von Rosa Lavache polizeilich beenden lassen und das Haus «im Stile eines Gefängnisses» vergittern lassen. «Rosa Lavache lässt sich jedoch nicht vertreiben», teilten die Hausbesetzer mit. Ihr Bestreben nach unkommerziell genutzten Freiräumen in Luzern gehe weiter. «Noch immer gibt es keine Freiräume, noch immer hat auch die Autonome Schule keinen Platz in dieser Stadt», kritisiert Rosa Lavache.

Seit der letzten «Belebung» scheue die Staatsanwaltschaft offenbar keine Kosten, um Personen für ihren eventuellen Aktivismus zur Anklage zu bringen. Nach einer aufwendigen Räumung seien teure Untersuchen etwa mittels DNA-Analysen gefolgt und kürzlich sei offenbar eine gross angelegte, halbtagige Hausdurchsuchung durchgeführt worden. Die Besetzer werfen der Staatsanwaltschaft eine politische Motivation vor. «Rosa Lavache lässt sich weder kriminalisieren noch einschüchtern. Sie bleibt mit Freude und etwas Mut dran – und wenn auch im Kleinen – für eine freiere und solidarischere Welt zu kämpfen», teilten sie abschliessend mit.

Haus in schlechtem Zustand

Das 1766 Quadratmeter grosse Grundstück, auf dem unter anderen das besagte Gebäude steht, ist im Besitz der SBB. Wie ein SBB-Sprecher im Januar auf Anfrage mitteilte, hat man den Mietern der über hundert Jahre alten Immobilie gekündigt, weil das Haus in schlechtem baulichen Zustand sei. So hätten sich in tragenden Wänden Risse gebildet. Eine Zwischennutzung des Gebäudes sei aus Sicherheitsgründen nicht möglich.

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