Angst vor Puff: Doch keine Nacktbeiz in Basel
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Angst vor PuffDoch keine Nacktbeiz in Basel

Noch vor der Eröffnung steht die geplante Nacktbeiz in Basel vor dem Aus. 20-Minuten-Leser ahnten es. Der Grund ist aber ein anderer.

von
obr
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Der im Rotlichtmilieu tätige Diego pachtete die ehemalige Schwulenbar Elle et Lui im Kleinbasel und plante, daraus eine Nacktbeiz mit Bar zu machen.

Der im Rotlichtmilieu tätige Diego pachtete die ehemalige Schwulenbar Elle et Lui im Kleinbasel und plante, daraus eine Nacktbeiz mit Bar zu machen.

20 Minuten/las
Ende Februar sollte in der Kleinbasler Rebgasse das erste Nacktrestaurant eröffnen.

Ende Februar sollte in der Kleinbasler Rebgasse das erste Nacktrestaurant eröffnen.

O Naturel Paris
Nun aber berichtet die bz: «Für Diego ist die Nacktbar vorerst gestorben.» Die Besitzerin der Liegenschaft habe ihn wutentbrannt angerufen, weil sie befürchtete, in seinem Konzept ginge es auch um Sex.

Nun aber berichtet die bz: «Für Diego ist die Nacktbar vorerst gestorben.» Die Besitzerin der Liegenschaft habe ihn wutentbrannt angerufen, weil sie befürchtete, in seinem Konzept ginge es auch um Sex.

20 Minuten/las

Wie 20 Minuten berichtete, pachtete der im Rotlichtmilieu tätige Diego die ehemalige Schwulenbar Elle et Lui im Kleinbasel und plante, daraus eine Nacktbeiz mit Bar zu machen. Nun aber berichtet die bz: «Für Diego ist die Nacktbar vorerst gestorben.» Die Besitzerin der Liegenschaft hat ihm nämlich gekündigt.

Die Ankündigung des Bordellbesitzers Diego, per Ende Februar eine Beiz für Nudisten eröffnen zu wollen, sorgte auch unter 20-Minuten-Lesern für rege Diskussionen. Viele User zeigten sich skeptisch ob der Hygienefrage und befürchteten, nackte Fremde würden einem den Appetit verderben.

Nun soll sich die Vermieterin der Liegenschaft eingeschaltet haben. Diego sagt der Zeitung, die Besitzerin der Liegenschaft habe ihn wutentbrannt angerufen, weil sie befürchtete, in seinem Konzept ginge es auch um Sex.

Knatsch in Basels Rotlichtmilieu

Diego ist bereits Betreiber einschlägiger Etablissements. Die geplante Nacktbeiz soll «Edelweiss Basel – Nudisten Lounge» heissen; ein von ihm geführter Sexclub trägt den fast gleichen Namen. Die Befürchtungen der Besitzerin seien somit nicht aus der Luft gegriffen, schreibt die bz.

Erst seien von Amtes wegen Bedenken am Konzept geäussert worden. Einerseits würden diese die Arbeitssicherheit und den Gesundheitsschutz betreffen. Andererseits brauche das Lokal eine Betriebsbewilligung vom Baudepartement Basel-Stadt. Die Behörde habe dann auch die Hausbesitzerin auf den Plan gerufen.

Und so kam es zum Streit zwischen Pächter Diego und der Hausbesitzerin, im Laufe dessen sie ihn verpflichtet habe, kein Erotikgewerbe zu betreiben. Und dies, obwohl sie eine entsprechende Passage bereits im Mietvertrag festgeschrieben habe. Auf das Zerwürfnis zwischen den Parteien folgte die Kündigung.

Vermieterin im gleichen Milieu tätig

Als Grund habe die Besitzerin Vertragsbruch angeführt. Diego hat keine Lust, den Rechtsweg einzuschlagen. Laut der bz bewegt sich die Vermieterin aber unternehmerisch im genau gleichen Milieu wie Diego. Gemäss Grundbuch ist sie Eigentümerin verschiedenster Liegenschaften, in denen horizontales Gewerbe betrieben wird.

Und Diego? Er denkt nicht daran, einen Rückzieher zu machen. Wenn die Hausbesitzerin die Nacktbar nicht goutiere, dann mache er halt eine normale Bar auf.

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