Rohstoffbranche: Hausen am Albis spendet Glencore-Geld
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RohstoffbrancheHausen am Albis spendet Glencore-Geld

Der Börsengang des Rohstoffkonzerns Glencore brachte Hausen am Albis 750'000 Franken ein. Jetzt spendet die Zürcher Gemeinde einen Teil davon für zwei Hilfsprojekte.

Hausen am Albis will ein Zeichen der Solidarität setzen.

Hausen am Albis will ein Zeichen der Solidarität setzen.

Die Zürcher Gemeinde Hausen am Albis spendet einen Teil des Glencore-Geldes an Schweizer Hilfswerke. Die Gemeindeversammlung hat am Mittwochabend mit 164 Ja- zu 131 Nein-Stimmen der Initiative «Rohstoffmillionen - Hausen am Albis handelt solidarisch» zugestimmt.

Zehn Prozent des Glencore-Geldes - insgesamt 75'000 Franken - fliessen während fünf Jahren an zwei Projekte in Kolumbien und im Kongo, wie das Initiativkomitee «Hausen handelt solidarisch» mitteilte.

Die Gemeinde solle nicht nur vom Börsengang des Rohstoffkonzerns Glencore im Jahr 2011 profitieren, sondern auch ein Zeichen der Solidarität für die Menschen in den Rohstoff-Abbauländern setzen, forderten die Initianten.

Weitere Gemeinden entscheiden nächste Woche

Der Börsengang des Rohstoffkonzerns mit Sitz in Zug brachte dem Kanton Zürich 360 Millionen Franken an zusätzlichen Steuern ein. Über den Finanzausgleich erhielt die Gemeinde Hausen am Albis davon rund 750'000 Franken.

In den Gemeinden des Bezirks Affoltern hatte sich Widerstand gegen die vorbehaltlose Annahme der Glencore-Gelder gebildet. Hedingen stimmte im September über die Initiative «Rohstoffmillionen - Hedingen handelt solidarisch» ab und nahm diese an, Kappel am Albis lehnte sie vergangene Woche ab.

Affoltern am Albis, Mettmenstetten und Obfelden werden nächste Woche ebenfalls über einen Solidaritätsbeitrag befinden. (sda)

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