Aktualisiert 03.12.2008 12:11

Stadtrats-Wahlen

Hauskrach bei der Zürcher FDP?

Der Zürcher FDP-Stadtrat Martin Vollenwyder will nichts wissen von einem SVP-Mitglied in der Stadt-Regierung. Dies im Gegensatz zu seiner Partei, die sich hinter eine Kandidatur der SVP mit Roger Liebi gestellt hat.

Er wolle am Morgen noch in den Spiegel schauen können, begründete Martin Vollenwyder gegenüber Radio 1 seine ablehnende Haltung gegen den SVP-Stadtrats-Kandidaten. Die Delegierten der FDP dagegen empfahlen Roger Liebi am Dienstagabend zur Wahl. Bei der Schlussabstimmung gab es zwar keine Gegenstimme, aber vier Enthaltungen. Darunter befanden sich die beiden amtierenden Stadträte Martin Vollenwyder und Andres Türler. Martelli stimmte für die Unterstützung Liebis.

Auf Widerstand stösst Liebi auch bei den Schweizer Demokraten (SD). Wegen dessen positiver Haltung zur EU-Personenfreizügigkeit sei er nicht wählbar.

Liebi sei mit seiner Haltung «für die ungebremste Masseneinwanderung», kritisiert die SD in einer Mitteilung vom Dienstag. Die SD verzichte auf eine Teilnahme an den Ersatzwahlen vom 8. Februar 2009, lehne aber auch den SVP-Kandidaten ab.

Die Ersatzwahl findet am 8. Februar statt. Sie wird nötig, da Stadtpräsident Elmar Ledergerber im April zurücktritt. Gelingt Martelli der Sprung ins Stadtpräsidium, so ist ein Ersatz für ihren Stadtratssitz nötig. Gewinnt ein Aussenstehender oder eine Aussenstehende die Präsidiumswahl, so wird kein Stadtratssitz frei.

(whr)

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