Tollwutrisiko: Haustiere aus dem Ausland erwartet hier der Tod
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TollwutrisikoHaustiere aus dem Ausland erwartet hier der Tod

Illegale Tier-Importe aus Ländern mit Tollwutrisiko nehmen zu. Aufgedeckt werden diese oft von Tierärzten.

von
wed
Ein streunender Hund in den Strassen eiber serbischen Stadt.

Ein streunender Hund in den Strassen eiber serbischen Stadt.

Serbien, Türkei, Kosovo, Ukraine, Mazedonien und Montenegro – in all diesen Länder besteht ein ernst zu nehmendes Tollwutrisiko bei Hunden und Katzen. Wer aus solchen Ländern Haustiere mitbringt, muss darum eine Bewilligung haben. Viel zu häufig wird dies jedoch ignoriert und das Tier illegal mitgenommen. «Mittlerweile haben wir über 30 Fälle pro Jahr», sagt Regula Vogel, Kantonstierärztin beim Veterinäramt Zürich.

Der Aufwärtstrend sei besonders beim Import über die Strasse bemerkbar. Dass dies nun vermehrt bekannt wird, hat unter anderem mit der steigenden Wachsamkeit der Tierärzte zu tun. «Schliesslich ist Tollwut tödlich für Tier und Mensch», so Vogel. Eine Busse von mehreren Hundert Franken kommt auf die Tierbesitzer zu. Wegen des Ansteckungsrisikos müssen sie zudem eine teure Rückreise mit einem speziellen Flugtransport ins Herkunftland garantieren. Eine weitere Variante ist das Einschläfern, wofür sich die Besitzer oftmals entscheiden, weil es günstiger oder nicht anders machbar ist.

«Für eine Rückführung brauchen wir eine verlässliche Adresse, was in gewissen Fällen nicht möglich ist», sagt Vogel. Es sei ausserdem eine dramatische Situation für die Betroffenen, «da man dem Tier eigentlich helfen wollte.»

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