Aktualisiert 15.05.2007 15:48

Havariertes Hotelschiff muss in die Werft

Die gestern bei der Havarie eines Hotelschiffs in Basel verletzten Personen haben das Spital verlassen können. Die nicht mehr manövrierfähige «Britannia» muss zur Reparatur in eine Werft.

Das Schiff war am Montagnachmittag gegen einen Pfeiler der Dreirosenbrücke gefahren und danach ausserhalb der Schifffahrtslinie durch einen Brückenbogen gedriftet. Dabei verlor es Deckaufbauten. Die «Britannia» gehört entgegen ersten Angaben nicht einer britischen, sondern einer Schweizer Reederei.

Beim Unfall wurden sechs Personen an Bord des Schiffes leicht verletzt, wie Peter Sauter, Leiter Schifffahrt, Hafenbetrieb und Sicherheit bei der Rheinschifffahrtsdirektion (RSD) in Basel, auf Anfrage sagte. Alle hätten das Spital wieder verlassen können.

Die Gruppe habe ihre Reise am Dienstag nach einem geplanten Ausflug nach Luzern mit einem Ersatzschiff fortgesetzt, sagte Sauter. Ihr Ziel sei die deutsche Stadt Koblenz.

Lob für die Besatzung

Die Untersuchung habe bestätigt, dass die «Britannia» wegen eines Defekts an der elektronischen Steuerung der Ruderanlage nicht mehr manövrierfähig gewesen sei. Der Besatzung sprach Sauter ein Lob aus: Indem sie das Schiff beim Hafen St. Johann notdürftig gesichert habe, habe sie das Beste aus der Situation gemacht.

Der Schaden könne noch nicht beziffert werden, sagte Sauter. Die nicht mehr steuerbare «Britannia» sei jedoch erheblich beschädigt und müsse zur Reparatur in eine Werft, vermutlich nach Köln. Nun müsse geklärt werden, wie es von Basel dorthin verlegt werden soll.

Für die Untersuchung des Unfalls ist die bei der RSD angesiedelte Schifffahrtskommission Basel zuständig, da es sich beim betroffenen Rheinabschnitt um ein internationales Gewässer handelt. (sda)

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