Hayden Panettiere spricht über ihre Drogen- und Alkoholabhängigkeit

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Mit 15 JahrenHayden Panettiere spricht offen über ihre Drogen- und Alkoholabhängigkeit

Seit ihrem elften Lebensjahr steht die Schauspielerin vor der Kamera und feierte schon früh Welterfolg. Doch die Ex von Wladimir Klitschko lernte auch die Schattenseiten kennen.

von
Sabeth Vela
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Hayden Panettiere steht seit über 20 Jahren im Rampenlicht.

Hayden Panettiere steht seit über 20 Jahren im Rampenlicht.

Instagram/haydenpanettiere
Wie die 32-Jährige nun gegenüber dem «People»-Magazin offenbart, litt sie über Jahre hinweg an einer Drogen- und Alkoholabhängigkeit.

Wie die 32-Jährige nun gegenüber dem «People»-Magazin offenbart, litt sie über Jahre hinweg an einer Drogen- und Alkoholabhängigkeit.

Instagram/haydenpanettiere
Zudem hatte die Schauspielerin nach der Geburt ihrer Tochter Kaya (7) eine postpartale Depression.

Zudem hatte die Schauspielerin nach der Geburt ihrer Tochter Kaya (7) eine postpartale Depression.

Instagram/haydenpanettiere

Darum gehts

  • Hayden Panettiere ist eines der bekanntesten Gesichter Hollywoods.

  • Seit Jahren steht sie für Serien und Kinofilme vor der Kamera.

  • Dass die Glamour-Welt aber auch ihre Schattenseiten hat, musste die 32-Jährige am eigenen Leib erfahren.

  • Im Interview mit dem «People»-Magazin offenbarte die Ex von Wladimir Klitschko nun, dass sie über Jahre hinweg an einer Alkohol- und Schmerzmittelsucht litt. Dazu kamen schwere Depressionen.

  • Erst vergangenes Jahr holte sich Panettiere dann professionelle Hilfe.

Zum ersten Mal stand Hayden Panettiere im Alter von elf Jahren vor der Kamera. Filme und Serien wie «Girls United» und «Nashville» brachten ihr den internationalen Durchbruch. Während sie die Karriereleiter immer weiter hinaufkletterte und in der Öffentlichkeit der Sonnenschein der Hollywood-Welt wurde, war die heute 32-Jährige innerlich am Ende ihrer Kräfte. 

«Ich war ganz oben und habe dann alles ruiniert», offenbart Hayden jetzt im exklusiven Interview mit dem «People»-Magazin. Der Grund: eine jahrelange Drogen- und Alkoholabhängigkeit. Erstmals damit in Berührung kam Hayden mit fünfzehn, als jemand aus ihrem Team ihr eine «Glückspille» anbot, um sie bei Castings «lockerer» zu machen.

«Ich hatte keine Ahnung, dass dies nicht angemessen ist oder welche Tür sich mir öffnen würde, wenn es um meine Sucht geht», so Panettiere. Zusätzlich fing die «Scream»-Darstellerin an, Alkohol zu trinken und Schmerzmittel zu nehmen. Lediglich an den Filmsets versuchte sie, nüchtern zu bleiben, doch «mit zunehmendem Alter wurden die Drogen und der Alkohol zu etwas, ohne das ich fast nicht mehr leben konnte».

Hast du oder hat jemand, den du kennst, Probleme mit Alkohol?

Hier findest du Hilfe:

Sucht Schweiz, Tel. 0800 104 104

Blaues Kreuz Schweiz, Beratungsstellen

Safezone.ch, anonyme Onlineberatung bei Suchtfragen

Feel-ok, Informationen für Jugendliche

My Drink Control, Selbsttest

«Ich wollte keine Zeit mit meinem Kind verbringen»

Jahrelang habe sie versucht, gegen ihre Abhängigkeit anzukämpfen – ohne Erfolg, bis ein kurzer Lichtblick kam: Hayden wurde Anfang 2014 schwanger und erwartete mit ihrem damaligen Partner Wladimir Klitschko (50) Tochter Kaya (7). Nach der Geburt fiel sie jedoch in eine schwere postpartale Depression. Heute beschreibt sie die Situation wie folgt: «Ich wollte meinem Kind nicht schaden, aber ich wollte keine Zeit mit ihr verbringen.»

Die Schauspielerin schlich sich immer öfter davon und fing erneut an zu trinken. Ein Zustand, der ihre Beziehung zum einstigen Boxer ruinierte. «Er wollte nicht in meiner Nähe sein», erinnert sie sich. «Ich wollte selbst nicht in meiner Nähe sein. Aber mit den Opiaten und dem Alkohol fühlte ich mich für einen Moment glücklich.» Jedoch ging es ihr nach dem Konsum meist schlechter als zuvor und für sie begann ein «Kreislauf der Selbstzerstörung», der schlussendlich zur Trennung von Klitschko führte. 2018 zog Hayden wegen Leberproblemen aufgrund ihres Alkoholkonsums die Konsequenzen, schickte ihre Tochter zu ihrem Ex in die Ukraine und ging in eine Entzugsklinik: «Das war das Schwierigste, was ich je tun musste. Aber ich wollte ihr eine gute Mutter sein – und manchmal bedeutet das, sie gehen zu lassen.»

Zurück auf der Leinwand

Für acht Monate begab sich die Schauspielerin im letzten Jahr in stationäre Behandlung und machte eine Traumatherapie. «Es war nicht einfach, ich musste viel Arbeit in mich stecken und musste bereit sein, unglaublich ehrlich mit und zu mir zu sein», so die einstige «Nashville»-Darstellerin. Durch die Reha habe sie endlich den Frieden gefunden, den sie sich so lange gewünscht habe: «Es ist eine alltägliche Entscheidung und ich muss ständig in Kontakt mit mir selbst bleiben», ergänzt Panettiere und fügt an: «Ich werde es nie wieder für selbstverständlich halten.»

Nach vier Jahren möchte Hayden im nächsten Jahr zurück auf die Kinoleinwand und erneut in ihre Rolle der Kirby Reed im sechsten Teil von «Scream» schlüpfen. Zudem engagiert sie sich aktuell für ihre im März gegründete Wohltätigkeitsorganisation Hoplon International, mit der sie Spenden für die Ukraine sammelt. «Es war nicht einfach und es gab viele Höhen und Tiefen, aber ich bereue nicht einmal die hässlichsten Dinge, die mir passiert sind. Ich fühle mich unglaublich erfüllt. Und ich habe das Gefühl, eine zweite Chance zu haben», so Panettiere abschliessend. 

Hast du «Nashville» je gesehen?

Hast du oder hat jemand, den du kennst, ein Trauma erlitten?

Hier findest du Hilfe:

Pro Mente Sana, Tel. 0848 800 858

Angehörige.ch, Beratung und Anlaufstellen

Pro Juventute, Beratung für Kinder und Jugendliche, Tel. 147

Dargebotene Hand, Sorgen-Hotline, Tel. 143

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