Hazel Brugger fühlt sich «innerlich und äusserlich leer» – nun tritt sie kürzer

Publiziert

Wegen Muttersein und CoronaHazel Brugger fühlt sich «innerlich und äusserlich leer» – nun tritt sie kürzer

Die Komikerin hat in einem emotionalen Statement verkündet, dass sie eine Pause einlegen will. Darin nennt die Zürcherin diverse Gründe, die zum Entscheid geführt hätten.

1 / 6
Vor rund zehn Jahren begann Hazel Brugger ihre Karriere auf der Bühne. Nun will sie kürzertreten.

Vor rund zehn Jahren begann Hazel Brugger ihre Karriere auf der Bühne. Nun will sie kürzertreten.

Noëlle Guidon
Auf Instagram postete sie in ihrer Story ein dreiseitiges Statement. «Ich war jetzt längere Zeit gesundheitlich angeschlagen, erschöpft und werde die Umstände nutzen, um eine Pause einzulegen», schrieb sie.

Auf Instagram postete sie in ihrer Story ein dreiseitiges Statement. «Ich war jetzt längere Zeit gesundheitlich angeschlagen, erschöpft und werde die Umstände nutzen, um eine Pause einzulegen», schrieb sie.

Noëlle Guidon
Als einen Grund nannte sie unter anderem das Muttersein. Statt sich eine Auszeit zu nehmen, trat sie weiter auf und gewährte auf ihrem Youtube-Kanal stets ehrliche Einblicke in den harten Alltag.

Als einen Grund nannte sie unter anderem das Muttersein. Statt sich eine Auszeit zu nehmen, trat sie weiter auf und gewährte auf ihrem Youtube-Kanal stets ehrliche Einblicke in den harten Alltag.

Instagram/hazelsgonnahaze

Darum gehts

  • Mit 17 Jahren begann sie ihre Karriere auf der Bühne, mit Anfang 20 war Hazel Brugger dann zum ersten Mal in der «heute-show» zu sehen.

  • 2020 gewann sie erst den Deutschen Comedypreis.

  • Nun will die 28-Jährige kürzertreten – voraussichtlich bis Juni. Das Muttersein und die Corona-Pandemie nennt sie als Gründe.

  • Auf Instagram postete sie in ihrer Story ein dreiseitiges Statement.

Seit Jahren zählt Hazel Brugger zu den gefragtesten Komikerinnen im deutschsprachigen Raum. Doch nun wird die 28-Jährige kürzertreten, wie sie mit emotionalen Worten auf Instagram bekannt gab. «Hey Leute», eröffnet die Schweizerin ihr Statement auf Instagram, das sie «ein paar Leuten schuldig» sei. «Ich war jetzt längere Zeit gesundheitlich angeschlagen, erschöpft und werde die Umstände nutzen, um eine Pause einzulegen.» Seit zwei Jahren habe sie keine Auszeit mehr gehabt.

Seit ein paar Wochen pausiert sie nun bereits. Ihr Mann, der Comedian Thomas Spitzer, manage alles – «die Nächte mit dem Baby, Firma, Finanzen». Ihr selbst gehe es «schon viel besser», gibt Brugger aber auch gleich wieder Entwarnung und fährt fort: «Es geht mir eigentlich sogar echt richtig gut, aber ich darf dieses Hoch jetzt nicht falsch interpretieren und möchte mich noch weiterhin ein bisschen schonen.»

Muttersein und Corona-Pandemie als Gründe

Vor rund einem Jahr wurde Hazel Brugger zum ersten Mal Mama. Statt sich eine Auszeit zu nehmen, trat sie weiterhin auf die Bühne und gewährte auf ihrem Youtube-Kanal stets ehrliche Einblicke in den harten Alltag. Das Touren als Mutter habe sie unterschätzt, erklärt sie ihren mehr als 350’000 Fans auf Insta weiter.

Hinzu kommt, dass auch die Corona-Pandemie viel Kraft gekostet habe. «Thomas und ich haben unter widrigen Umständen Content kreiert und wurden dafür dann oft noch angefeindet», so Brugger weiter. «Nach impf-positiven Äusserungen mussten wegen zu vieler Morddrohungen Auftritte abgesagt werden und trotzdem musste ich ständig eine Dankbarkeit ausstrahlen dafür, dass ich überhaupt einem kreativen Beruf nachgehen darf.»

Hazel Bruggers Zukunftspläne

Hazel will nun versuchen, kürzerzutreten und ihr Leben radikal umzustellen. Dabei hofft sie, das Vertrauen ins Künstlerinnendasein zurückgewinnen zu können. «Ich weiss, dass ich gut in dem bin, was ich tue, und ich weiss, dass meine Arbeit mir eigentlich viel Freude bereitet. Aber ich brauche gerade einfach ein bisschen Zeit.» Voraussichtlich nehme sie sich vor, mindestens bis am 1. Juni zu pausieren.

Schliesslich wendet sie sich in ihrem Statement an andere Frauen, denen es ähnlich geht. Gewohnt ungeschönt kommt sie darin klar zur Sache: «An alle jungen Mütter, die sich im letzten Jahr gefragt haben: ‹Wie schafft Hazel das nur alles? Ist das nicht zu viel?› Ich habe es nicht geschafft und es war zu viel und vor allem: Es hat mir irgendwann keinen Spass mehr gemacht und das kanns doch eigentlich nicht sein.» Als Mutter sei es ihr wichtiger denn je, ihrem Kind vorzuleben, dass das Leben lebenswert sei. «Ich freue mich auf meine Zeit für meine Tochter, für Thomas und für mich.»

My 20 Minuten

Als Mitglied wirst du Teil der 20-Minuten-Community und profitierst täglich von tollen Benefits und exklusiven Wettbewerben!

(rat)

Deine Meinung

46 Kommentare