26.09.2016 16:14

«Giacobbo/Müller»-RückkehrHazel Bruggers Sperma-Monolog krönt erste Folge

Viktor Giacobbo und Mike Müller sind gestern Abend in die letzte Staffel ihrer Late-Night-Show gestartet. Die Sendung war solide – Hazel Bruggers Auftritt stach heraus.

von
fim
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Ihren fünfminütigen Monolog eröffnete die 22-jährige Komikerin so: «Ich freue mich sehr, dass ich da bin.» Kunstpause.

Ihren fünfminütigen Monolog eröffnete die 22-jährige Komikerin so: «Ich freue mich sehr, dass ich da bin.» Kunstpause.

Screenshot SRF
«Also ganz grundsätzlich, dass ich überhaupt auf der Welt bin. Ich kann mir gar nicht vorstellen, dass ich von viereinhalb Millionen Spermien das gewesen bin, das am schnellsten geschwommen ist.» Nach drei Sätzen sind wir schon im Thema.

«Also ganz grundsätzlich, dass ich überhaupt auf der Welt bin. Ich kann mir gar nicht vorstellen, dass ich von viereinhalb Millionen Spermien das gewesen bin, das am schnellsten geschwommen ist.» Nach drei Sätzen sind wir schon im Thema.

Screenshot SRF
«Ich weiss nicht, wie die anderen Versionen von mir drauf wären, die es nicht geschafft haben. Ich bin schon 24 Stunden am Tag gestresst.»

«Ich weiss nicht, wie die anderen Versionen von mir drauf wären, die es nicht geschafft haben. Ich bin schon 24 Stunden am Tag gestresst.»

Screenshot SRF

Die erste Sendung nach der Sommerpause von «Giacobbo/Müller» – der Start in die letzte Staffel des Erfolgsformats – bot wenig Überraschungen. Die beiden Gastgeber manövrierten sich gekonnt durch den Abend – mit einer politischen Sommerrückschau, in der sie vor allem gegen rechts und ein bisschen gegen links stichelten. Und Giacobbo holte wieder mal seinen Thurgauer Fruktarier Werner Sommerhalder hervor.

So wurde der Auftritt von Slam-Poetin Hazel Brugger zum Highlight der Comeback-Show: Die 22-Jährige schaffte es mit ihrer gefassten und sehr direkten Art, fünf Minuten lang fast ausschliesslich über Spermien zu reden, ohne plump zu werden. Sie nahm in ihrem Monolog immer wieder überraschende Abzweigungen – und spätestens in der Hälfte hatte sie damit das Publikum in der Tasche.

Bruggers Auftritt machte deutlich, was Viktor Giacobbo (64) vor Kurzem in einem Interview mit «Glanz & Gloria» betonte: In der Schweiz gebe es genug junge Komiker, die bereits richtig gut seien. Bezogen auf den Entscheid des SRF, dass «Aeschbacher» «Giacobbo/Müller» beerben wird, sagte Giacobbo: «Ich verstehe es echt nicht, warum man nicht einem jungen Team eine Chance und den Sendeplatz gibt.»

Die besten Quotes aus Bruggers Monolog lesen Sie in der Bildstrecke. Den ganzen Auftritt können Sie hier nachschauen.

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