Public Viewing: HB Zürich ist während der WM ein Fussballstadion
Aktualisiert

Public ViewingHB Zürich ist während der WM ein Fussballstadion

Die Haupthalle des Zürcher Hauptbahnhofs verwandelt sich während der Fussball-WM im Sommer in eine Arena. Es ist eines der wenigen grossen Public Viewings in der Stadt.

von
rom
Der HB war auch schon Austragungsort von grossen Public Viewings – hier im Sommer 2003 bei einem EM-Qualifikationsspiel der Schweizer Nati.

Der HB war auch schon Austragungsort von grossen Public Viewings – hier im Sommer 2003 bei einem EM-Qualifikationsspiel der Schweizer Nati.

Wo sonst Oktoberfest, Beachvolleyturnier, Christkindlimarkt und unzählige andere Anlässe stattfinden, rollt vom 12. Juni bis 13. Juli das runde Leder – zumindest auf den Bildschirmen. Die Rede ist vom Public Viewing während der Fussball-WM im Zürcher Hauptbahnhof. «Wir wollen Copacabana-Feeling in die Halle bringen», sagte Organisator Hans-Jürg Rufener dem «Tages-Anzeiger». Ab den Achtelfinals sollen die Spiele auf einem grossen Screen übertragen werden, zudem sind etwa Konzerte geplant. Die Eintrittspreise stehen noch nicht fest.

Rufener hat Erfahrung mit solchen Anlässen. So stellte er während der Fussball-WM 2006 das grosse Stadion auf dem Sechseläutenplatz auf. Ebenfalls mit der Materie vertraut ist Rolf Hiltl. Er führte 2008 auf dem Münsterhof, 2010 im Landesmuseum und 2012 im Güterbahnhof grosse Public Viewings durch. In der Maag-Halle stellt er diesmal zusammen mit den dortigen Betreibern gar den grössten Event der Stadt auf die Beine. In vier Hallen werden bis zu 5000 Leute Platz finden.

Nur fünf Gesuche eingegangen

Abgesehen von diesen beiden Indoor-Veranstaltungen sind aber während der WM kaum grosse Public Viewings geplant. Grund dafür ist vor allem die Haltung der Stadt. Wegen der Lärmbelästigung und der Tatsache, dass die Spiele wegen der Zeitverschiebung spät starten, duldet sie keine grossen Anlässe im Freien. Bislang sind nur fünf Gesuche für Public Viewings eingegangen – vier davon kleinere. Bewilligt wurde noch nichts.

Ohnehin geht der Trend weg von Grossveranstaltungen, wie Reto Casanova, Sprecher des Polizeidepartements, sagte: «Der grosse Hype war zur Zeit der EM in der Schweiz, seither hat es nachgelassen.» Deshalb: Wer gemeinsam mit anderen WM gucken will, wird dieses Jahr wohl vermehrt auf Beizen, Bars und Gartenrestaurants ausweichen. Diese dürfen die Spiele ohne Bewilligung auf Bildschirmen zeigen – sofern diese nicht eine Diagonallänge von mehr als drei Metern aufweisen.

Deine Meinung