«Ihm mangelt es an Respekt»: HCD-Herzog wird für Horror-Check acht Spiele gesperrt
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«Ihm mangelt es an Respekt»HCD-Herzog wird für Horror-Check acht Spiele gesperrt

Gehirnerschütterung und gebrochene Nase: HCD-Spieler Fabrice Herzog hat Eric Blum vom SC Bern übel am Kopf erwischt mit einem Check. Nun sperrt ihn die Liga für mehrere Spiele.

Für diesen Check wird Herzog für acht Spiele gesperrt.

SRF

So eine Aktion wünscht man niemandem: Es ist kurz vor der Pause im Spiel zwischen Bern und Davos vom vergangenen Sonntag. Davos-Stürmer Fabrice Herzog checkt Berns Eric Blum gegen den Kopf. Dieser stürzt, bleibt liegen. Nur mit Hilfe von Teamkollegen und blutendem Gesicht kann der ehemalige Nati-Verteidiger das Eis verlassen. Später die Diagnose: Gehirnerschütterung, gebrochene Nase, Schulterverletzung. Nun hat die Schweizer Eishockeyliga den Entscheid des ordentlichen Verfahrens bekannt gegeben: Der HCD-Stürmer wird für acht Spiele gesperrt und muss eine Busse von 11’150 Franken inklusive Verfahrenskosten bezahlen.

«Der Beschuldigte hebt die linke Schulter, um den Kontakt zum Kopf herzustellen. Auch wenn er weder aufgesprungen ist, noch den Ellbogen ausgefahren hat, ist eine deutliche Aufwärtsbewegung erkennbar, mit welcher der Kontakt zum Kopf hergestellt wird», heisst es im Urteil des Einzelrichters.

«Ihm mangelt es an Respekt für seine Gegenspieler»

Ein massgeblicher Anteil an der hohen Strafe: Herzog ist Wiederholungstäter und wurde bereits vor über zwei Monaten für einen Check gegen den Kopf mit zwei Spielen gesperrt. «Dem Beschuldigten mangelt es offensichtlich am Respekt für seine Gegenspieler im Allgemeinen und für den Kopf seiner Gegenspieler im Speziellen.» Und weiter: «Spielsperren scheinen den Beschuldigten nicht über Gebühr zu beeindrucken.»

Zwei Spielsperren hat Herzog bereits abgesessen: «Ich habe keine Erklärung dafür, weshalb ich Eric so erwischt habe», sagte der 26-Jährige nach dem Horrorcheck auf Blick.ch. «Ich war im Forechecking, fuhr auf Blum zu, der von Marc Wieser bereits gestört wurde. Mir ist klar: Ich habe in diesem Moment die falsche Entscheidung getroffen.» Und: «Es tut mir sehr leid.»

(wed)

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