Rekordmeister im Aufwind - HCD könnte ein Wunder-Comeback schaffen – bereits zum zweiten Mal
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Rekordmeister im AufwindHCD könnte ein Wunder-Comeback schaffen – bereits zum zweiten Mal

Der HC Davos lag in der Best-of-7-Serie gegen Rappi bereits 0:3 zurück, nun steht es 3:3. Spiel 7 am Mittwoch entscheidet, wer in den Halbfinal gegen den EV Zug einzieht. 

von
Adrian Hunziker
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Der HC Davos steht vor einem Wunder-Comeback. 

Der HC Davos steht vor einem Wunder-Comeback. 

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Die Bündner lagen in der Serie gegen Rappi bereits 0:3 zurück, nun steht es 3:3. 

Die Bündner lagen in der Serie gegen Rappi bereits 0:3 zurück, nun steht es 3:3. 

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In Spiel 7 am Mittwoch entscheidet sich, wer in den Halbfinal einzieht. 

In Spiel 7 am Mittwoch entscheidet sich, wer in den Halbfinal einzieht. 

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Darum gehts

  • Der HCD hat nach einem 0:3-Rückstand in der Serie gegen Rappi auf 3:3 ausgeglichen. 

  • Spiel 7 in Rapperswil am Mittwochabend entscheidet, wer in den Halbfinal einzieht. 

  • Eine Wende nach einem 0:3 in einer Serie ist erst drei Mannschaften bisher gelungen. 

Seien wir mal ehrlich: Nach drei Partien hätte niemand mehr darauf gewettet, dass der HC Davos nochmals in diese Viertelfinal-Serie zurückkehrt – ausser vielleicht die optimistischsten HCD-Fans. Ein Sweep, also ein 4:0-Durchmarsch der Rapperswil-Jona Lakers, war um einiges realistischer. Doch wie man weiss, ist der vierte Sieg in einer Best-of-7-Serie noch immer der schwierigste. Davon können nun die Lakers ein Liedchen singen. 

Denn nach einer komfortablen 3:0-Führung steht es nun 3:3 und die Belle am Mittwochabend in der St. Galler Kantonalbank Arena entscheidet über den Einzug in den Halbfinal gegen Meister EV Zug. Es ist klar, dass ein solches Spiel 7 seine eigenen Regeln hat und alles, wirklich alles, möglich ist. «Wir geben nie auf und das ist der Schlüssel. Heute sind die Pucks endlich reingefallen. Das macht alles etwas einfacher», sagte HCD-Stürmer Marc Wieser im SRF nach dem 7:3-Sieg in Spiel 6. Der 34-Jährige versucht zu erklären, wie das Comeback möglich wurde: «Als wir in Spiel 5 0:2 zurücklagen, da merkten wir im Team, jeder will noch. Wir haben immer an die Wende geglaubt und jetzt sind wir richtig in den Playoffs. Ich denke, das kann noch gut kommen.»

HCD und Rappi bereits beteiligt

Erst drei Teams haben es seit Einführung der Playoffs 1986 – die Best-of-7-Serie im Viertelfinal wurde erst 1998 eingeführt – geschafft, einen 0:3-Rückstand noch zu drehen und die Serie 4:3 für sich zu entscheiden. Eines davon ist: genau, der HC Davos. Der Schweizer Rekordmeister stand bereits 2008 mit dem Rücken zur Wand. Damals führte der EVZ 3:0, die Bündner konnten die Serie aber noch für sich entscheiden. 

Und auch Rappi war bereits an so einer Serie beteiligt, mit negativem Ausgang. 2007 führten die St. Galler im Viertelfinal gegen den EVZ und gaben diese Führung noch preis. Das Kunststück, eine Serie so noch zu drehen, gelang zudem Lugano. 2006 verwandelte der HCL ein 0:3 gegen Kantonsrivalen Ambri noch in ein 4:3 – eine ganz spezielle Genugtuung für die Luganesi, ausgerechnet gegen die Leventiner diese aussergewöhnliche Rettung zu realisieren. Ausserdem stürmte Lugano danach zum siebten Meistertitel in der Clubhistorie – es ist bis heute der letzte geblieben. 

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