HCD weiter im Tief - ZSC besiegt Zug
Aktualisiert

HCD weiter im Tief - ZSC besiegt Zug

Der HC Davos hat den Spengler-Cup-Kater: Der Schweizer Meister verlor auch das zweite Spiel des neuen Jahres, gegen Lugano allerdings erst 39 Sekunden vor Schluss der Verlängerung. Ambri setzte gegen Fribourg seinen Aufschwung fort, die ZSC Lions zwangen den EV Zug in die Knie.

Die 36. Runde der Nationalliga A brachte Ambri-Piotta auch dank einem klaren 5:1-Heimsieg gegen Fribourg nicht näher an Rang 8, der für die Playoff-Qualifikation reichen würde. Weil die ZSC Lions den EV Zug 3:1 besiegten, bleibt der Abstand der Leventiner auf die Zürcher weiterhin bei 10 Punkten bestehen. Der EHC Basel steckt nach der 2:3-Niederlage gegen die Rapperswil-Jona Lakers weiter im tiefsten Tabellenkeller. Der HC Davos singt weiterhin den Post-Spengler-Cup-Blues: Gegen Lugano verlor der Schweizer Meister in der Schlussminute der Verlängerung mit 1:2.

Müde Davoser unterlagen auch Lugano

Der HC Davos hat auch seine zweite Meisterschaftspartie im neuen Jahr verloren. Nach dem 1:3 in Kloten unterlag der Schweizer Meister dem krisengeschüttelten Lugano 1:2 nach Verlängerung. Marty Murray erzielte in 65. Minute den Siegtreffer für die Tessiner.

Beide Teams wirkten extrem verunsichert und boten den 5011 Fans (zweitgrösste Kulisse in dieser Saison) magere Eishockey-Kunst. Die weiterhin von grossen Verletzungssorgen geplagten Davoser (fünf fehlende Stammspieler) konnten ihre Müdigkeit nicht verbergen. Lugano war in der Schlussphase deshalb die optisch etwas überlegenere Equipe und kam nicht unverdient zum ersten Auswärtssieg nach zuletzt vier Niederlagen. Bis Spielmitte ereigneten sich praktisch keine nennenswerten Szenen. In der 30. Minute ging es aber plötzlich schnell: Erst traf Luganos Kevin Romy nach einer schönen Einzelleistung, ehe Jan von Arx nur 34 Sekunden später nach einem gewonnenen Bully von Josef Marha den Ausgleich erzielte.

Beinahe hätte Davos in der regulären Spielzeit die erste Heimniederlage nach sechs Spielen noch vermieden. Mike Maneluks Schuss prallte 26 Sekunden vor dem Ende aber von der Latte zurück, nachdem Dario Bürgler in der 27. Minute bereits nur den Pfosten getroffen hatte.

Lions-Sieg dank Nationalspielern

Nationalverteidiger Beat Forster war beim 3:1-Sieg der ZSC Lions als Doppeltorschütze der Matchwinner. Forster leitete drei Minuten vor Spielende mit einem Weitschuss zum 2:1 die Entscheidung ein. Nationalstürmer Adrian Wichser hatte die ZSC Lions mit seinem 150. NLA-Tor mit 1:0 in Führung gebracht. Forster bezwang beim Gamewinner zum 2:1 den bis dahin untadeligen Zug-Keeper Lars Weibel. Zehn Sekunden vor Schluss gelang Forster noch das 3:1 mit einem Schuss ins leere Tor. Es war bereits Forsters zehnter Saisontreffer.

ZSC-Stürmer Ryan Gardner kam dabei in seinem zweiten Spiel nach zweimonatiger Verletzungspause zu seinem zweiten Skorerpunkt; er bereitete den Jubiläumstreffer von Adrian Wichser kurz nach Spielmitte vor.

Westrum als vorzüglicher Leader

Erik Westrum nahm nach dem Kreuzbandriss von Sturmpartner Hnat Domenichelli seine Verantwortung als Teamleader von Ambri-Piotta nachhaltig wahr. Der amerikanische Stürmer führte die Leventiner mit den Saisontoren 18 und 19 zu einem 5:1-Sieg über Fribourg-Gottéron. Ambri-Goalie Thomas Bäumle verpasste seinen dritten NLA-Saison-Shutout 63 Sekunden vor Spielende, als die ansonsten harmlosen Romands in doppelter Unterzahl (!) durch Antti Laaksonen noch verkürzen konnten. Die Tessiner hatten bereits das Saisonauftakt-Spiel in der Valascia gegen Fribourg-Gottéron mit 5:0 gewonnen. Am Freitag stellte der (Noch-)NLA-Vorletzte mit einem Zwischenspurt bei Spielmitte die Weichen auf Sieg. Dabei erzielte Ambri drei Tore innert 195 Sekunden zum 4:0. Die Vorarbeit zu Erik Westrums 1:0 hatte der Kanadier Martin Sonnenberg geleistet, der in seinem sechsten NLA-Spiel bereits zu den Skorerpunkten Nummer 11 und 12 kam. Westrums 3:0, ein Handgelenk-Schuss ins Lattenkreuz, war durch Westrums amerikanischen Landsmann Nick Naumenko vorbereitet worden. Dazwischen traf Reto Stirnimann, der in der letzten Saison nur einen einzigen Skorerpunkt für die ZSC Lions zu Stande gebracht hatte. Nun realisierte der Defensivcenter in seinem 34. Spiel für Ambri mit dem 2:0 bereits sein 10. Saisontor. Stirnimann ist derzeit zweitbester Schweizer Skorer bei Ambri nach Paolo Duca, der seinerseits mit dem Treffer zum 5:0 seinen 13. Saisontreffer zum Sieg beisteuerte.

Basels Misere geht weiter

Rapperswil-Jona gewann auch die vierte Begegnung gegen Basel in dieser Saison. Marius Czerkawski schoss in der auf schwachem Niveau geführten Partie gegen miserable Basler in der 31. Minute den Siegtreffer zum 3:2-Auswärtserfolg der Lakers. Der Pass für den «Gamewinner» kam von Loïc Burkhalter. Der vor wenigen Tagen von Davos gekommende Stürmer hatte zuvor auch im zweiten Spiel für seinen neuen Klub getroffen (zum 2:1). Basel enttäuschte einmal mehr und kassierte die neunte Niederlage in Serie. Zwar konnten Yves Sarault und Stefan Tschannen die Führungstreffer der Rapperswiler jeweils ausgleichen, auf Czerkawskis Tor wussten sie aber keine Antwort mehr. Selbst während 98 Sekunden doppelter Überzahl Ende des zweiten Drittels besassen sie kaum eine Torchance. Für positive Lichtblicke bei den Baslern sorgte einzig der neu verpflichtete Maxim Spiridonow. Der russische Stürmer liess sich zu beiden Treffern einen Assist notieren und kam damit im zweiten Spiel zu seinen ersten Skorerpunkten.

Eishockey NLA:

Davos - Lugano 1:2 n.V. (0:0, 1:1, 0:0, 0:1)

Vaillant-Arena. - 5011 Zuschauer. - SR Kunz, Bürgi/Marti.

Tore: 30. (29:19) Romy (Knoepfli, Cantoni) 0:1. 30. (29:53) Jan von Arx (Marha) 1:1. 65. (64:21) Murray (Jeannin, Carter/Ausschluss Ambühl) 1:2.

Strafen: 5mal 2 Minuten gegen Davos; 8mal 2 Minuten gegen Lugano.

PostFinance-Topskorer: Reto von Arx; Jeannin.

Davos: Genoni; Gianola, Niinimaa; Blatter, Jan von Arx; Wellinger, Andreas Furrer; Winkler; Riesen, Reto von Arx, Daigle; Helfenstein, Marha, Maneluk; Marc Wieser, Gartmann, Flurin Randegger; Bürgler, Crameri, Ambühl.

Lugano: Aebischer; Tremblay, Julien Vauclair; Helbling, Hänni; Chiesa, Cantoni; Kostovic, Romy, Knoepfli; Näser, Jeannin, Paterlini; Carter, Murray, Wirz; Tristan Vauclair, Conne, Sannitz.

Bemerkungen: Davos ohne Leblanc, Taticek, Rizzi, Müller, Guggisberg (alle verletzt), Donati, Stoop und Dino Wieser (alle U20-WM); Lugano ohne LaCouture, Wilson, Conte (alle verletzt) und Hirschi (krank). - Pfostenschuss Bürgler (27.). Lattenschuss Maneluk (59:34). Timeout Lugano (64:14).

Ambrì - Fribourg 5:1 (1:0, 3:0, 1:1)

Valascia. - 4038 Zuschauer. - SR Reiber, Schmid/Kehrli.

Tore: 16. Westrum (Sonnenberg, Zanetti) 1:0. 27. Stirnimann (Duca, Demuth) 2:0. 28:00 Westrum (Naumenko, Sonnenberg/Ausschluss Botter) 3:0. 31. Schena 4:0. 45. Duca (Stirnimann, Demuth) 5:0. 59. Laaksonen (Birbaum, Chouinard/Ausschluss Rizzello, Reist!!) 5:1.

Strafen: 3mal 2 Minuten gegen Ambri, 8mal 2 Minuten gegen Fribourg-Gottéron.

PostFinance-Topskorer: Westrum; Sprunger.

Ambri: Bäumle; Du Bois, Mattioli; Kutlak, Celio; Naumenko, Tallarini; Sonnenberg, Westrum, Schena; Duca, Stirnimann, Demuth; Schönenberger, Bianchi, Grégory Christen; Zanetti, Siritsa, Imperatori.

Gottéron: Caron; Ngoy, Birbaum; Seydoux, Reist; Marc Abplanalp, Snell; Marquis; Neuenschwander, Chouinard, Botter; Laaksonen, Bärtschi, Rizzello; Sprunger, Montandon, Plüss; Lauper, Bielmann, Hasani.

Bemerkungen: Ambri ohne Domenichelli und Pont (beide verletzt) sowie Sciaroni (U20), Gottéron ohne Geoffrey Vauclair und Sandro Abplanalp (beide verletzt), Bykow (U20) und Heins (krank). - 31. Timeout Fribourg-Gottéron. - 41. Laaksonen verschiesst Penalty (Latte). - 58:49 Timeout Ambri.

Basel - RJ Lakers 2:3 (1:2, 1:1, 0:0)

St.-Jakob-Arena. - 1970 Zuschauer (Saison-Minusrekord). - SR Prugger, Arm/Küng.

Tore: 11. Siren (Nordgren, Roest/Ausschluss Hauer) 0:1. 16. Sarault (Tschannen, Spiridonow/Ausschluss Czerkawski) 1:1. 19. Burkhalter (Steiner) 1:2. 28. Tschannen (Spiridonow, Sarault) 2:2. 31. Czerkawski (Burkhalter) 2:3.

Strafen: 2mal 2 Minuten gegen Basel; 6mal 2 Minuten gegen Rapperswil-Jona.

PostFinance-Topskorer: Hauer; Roest.

Basel: Züger; Stalder, Hudek; Gion-Andrea Randegger, Hauer; Wüthrich, Studer; Nüssli, Camenzind, Della Rossa; Fuchs, Tschuor, Voegele; Spiridonow, Sarault, Tschannen; Collenberg, Walker, Stefan Schnyder.

Rapperswil-Jona: Marco Streit; Patrick Fischer II, Koivisto; Geyer, Guyaz; Voisard, Schefer; Gmür, Sven Berger; Burkhalter, Kamber, Czerkawski; Siren, Roest, Nordgren; Reuille, Bütler, Steiner; Micheli, Hürlimann, Schrepfer.

Bemerkungen: Basel ohne Plavsic, Bundi, Rubin, Lukas Gerber (alle verletzt) und Papineau (überzähliger Ausländer); Rapperswil- Jona ohne Friedli (verletzt) und Morrison (überzähliger Ausländer). - 60. (59:13) Timeout Basel, dananch ohne Torhüter.

ZSC Lions - Zug 3:1 (0:0, 1:1, 2:0)

Hallenstadion. - 6613 Zuschauer. - SR Mandioni, Wehrli/Wirth.

Tore: 33. Adrian Wichser (Gardner, Sejna) 1:0. 39. Grosek (Richter, Dominic Meier) 1:1. 57. Forster (Blindenbacher, Monnet/Ausschluss Di Pietro) 2:1. 60. (59:50) Forster 3:1 (ins leere Tor).

Strafen: 5mal 2 Minuten gegen ZSC Lions, 7mal 2 plus 10 Minuten (Green) gegen Zug.

PostFinance-Topskorer: Adrian Wichser; Camichel.

ZSC Lions: Sulander; Blindenbacher, Suchy; Seger, Forster; Stoffel, Daniel Schnyder; Gardner, Adrian Wichser, Sejna; Krutow, Pavlikovsky, Lachmatow; Alston, Monnet, Bastl; Grauwiler, Gloor, Lindemann.

Zug: Weibel; Richter, Dominic Meier; Diaz, Back; Kress, Sutter; Trevor Meier, Oppliger, Björn Christen; Grosek, Green, Casutt; Walser, Camichel, Di Pietro; Frunz, Fabian Schnyder, Steinmann.

Bemerkungen: ZSC Lions ohne Murovic und Martin Wichser (beide verletzt) sowie Aurelio Lemm (U20-WM), Zug ohne McTavish und Fischer (beide krank) sowie Maurer (U20-WM). - Pfostenschüsse: 4. Forster, 20. Suchy. - 59:27 Timeout Zug, ab 59:11 ohne Torhüter.

Liveticker:

65. Tor für Lugano: Der K.o.-Schlag in der Schlussminute: Murray schliesst eine wunderbare Kombination mit dem Gamewinner ab. Eine harte Niederlage für den etwas besseren HCD, immerhin können die Bündner aber einen Punkt im Landwassertal behalten.

64. Es wird nochmals heiss: Strafe gegen den Davoser Ambühl.

63. Die Bianconeri laufen in einen Konter, doch der starke Aebischer ist einfach nicht mehr zu überwinden.

62. Der HCD jetzt stärker, Lugano scheint etwas ausgepowert.

61. Weiter gehts.

60. Spiel-Ende - es kommt zur Verlängerung.

60. Beinahe der Davoser Lucky Punch: Maneluk trifft nur den Pfosten.

59. Nein, das war gar nichts. Lugano übersteht das Boxplay ohne Probleme.

57. Der HCD sucht die Entscheidung, wieder muss Aebischer gegen Marha retten. Jetzt aber eine Strafe gegen die Bianconeri - die Chance für den HCD.

54. Die Schlussphase beginnt, beide Teams nun wieder mit numerischem Gleichstand.

50. Brenzlige Szene vor dem HCD-Tor, Genoni rettet, doch das folgende Handgemenge artet aus. Bei Lugano muss Sannitz, bei Davos Reto von Arx auf die Strafbank. Die Emotionen in der mit über 5000 Fans gefüllten Vaillant-Arena borden nun über. Wenig spielerisches Gehalt, dafür viel Spannung.

49. Nun auch Lugano mit einer Chance. Murray scheitert aus spitzem Winkel an Genoni.

46. Der HCD übernimmt die Initiative, schaltet einen Gang höher. Winkler prüft Aebischer erstmals - kein Problem für den ehemaligen NHL-Crack.

43. Die ersten Minuten versprechen wenig für Eishockey-Gourmets. Gegenseitiges Abtasten.

41. Weiter gehts! Bleibt abzuwarten, ob die beiden Teams ihren Offensivdrang fortsetzen, oder sich wie in den ersten 30 Minuten in die eigene Verteidigung einigeln.

40. Das zweite Drittel ist zu Ende, die Zuschauer kamen endlich ind en Genuss von richtigem Eishockey. Allerdings können beide Teams ihre Unsicherheit nicht verbergen. Das Schlussdrittel muss entscheiden.

37. Das Spiel ist nun plötzlich intensiv, beide Teams scheinen zu merken, dass der Gegner anfällig ist.

34. Riesenparade von Aebischer gegen Maneluk. Immer noch 1:1.

33. Strafe gegen Lugano.

30. Tor für Davos: Was für eine Antwort! Jan von Arx gleich wenige Sekunden nach dem Gegentor zum 1:1 aus. Aebischer sieht beim Schuss von der blauen Linie alt aus. Jetzt ist plötzlich Pfeffer, sprich Tore, im Spiel.

30. Tor für Lugano: Wie aus dem Nichts gehen die Bianconeri in Führung. Der HCD läuft in einen Konter, Romy versenkt kaltblütig zum 1:0.

30. Wieder keine Tor, die Bündner nun aber mit mehr Tempo und mehr Willen.

27. Davos mit mehr Druck, zweimal rettet der Pfosten für den geschlagenen Aebischer. Davoser weiterhin im Poerplay, diesmal muss Carter raus.

25. Auch der HCD bringt im Powerplay nichts zustande, erhält aber gleich noch eine Chance. Vauclair muss auf die Bank.

23. Strafe gegen Lugano.

22. Erste echte Torchance des Spiels: Paterlini scheitert allein an Genoni.

21. Weiter gehts.

20. Das erste Drittel ist zu Ende, die Zuschauer sahen wenig Berauschendes - man ist schon fast versucht zu sagen, der typische Post-Spengler-Cup-Kater in Davos. Dabei würde die brisante Ausgangslage eigentlich packendes Eishockey versprechen - das Gegenteil ist der Fall, ganz übles Eishockey zeigen die beiden Equipen im Startdrittel. Lugano insgesamt etwas stärker, vor allem wegen drei (allerdings kläglich ausgelassenen) Überzahl-Gelegenheiten.

19. Strafe gegen Lugano.

18. Die Davoser selbst finden ebenfalls keinen Rhythmus. Mitschuldig sicher die drei Boxplays bisher.

17. Wieder bringt Davos die Zeit locker über die Runden, Lugano viel zu kompliziert.

15. Nächste Strafe für den HCD. Die Bündner machen es den Tessinern im Startdrittel einfach.

12. Schwaches Lugano-Powerplay, kaum eine Chance. Und wenn es zum Abschluss kommt, ist Genoni zur Stelle.

10. Der HCD etwas zu ungestüm. Auch Manleuk muss auf die Strafbank. Powerplay für Lugano.

8. Die Freude der Luganesi währt nicht lange. Wirz muss gleich auf in die Kühlbox.

7. Erste Strafe des Spiels gegen den HCD - wegen unkorrektem Spielerwechsel.

5. Lugano in den Startminuten aufsässiger und offenbar mit den frischeren Beinen.

2. Niinimaa mit dem ersten Schuss, Aebischer sicher.

1. Die Spiele haben begonnen.

Die Spiele beginnen in Kürze.

20minuten.ch berichtet ab 19.45 Uhr live.

Vor den Spielen:

Der starke Saisonstart des HC Davos istr längst vergessen: Nach einem schwachen November und einem durchzogenen Dezember mit einem enttäuschenden Spengler Cup muss sich der Schweizer Meister nun plötzlich gegen hinten orientieren. Nach der Niederlage in Kloten sind die Bündner erstmals seit langem aus den Top 4 gefallen und weisen «nur» noch zehn Punkte Vorsprung auf das neuntplatzierte Lugano auf - und genau diese Tessiner sind heute Abend im Davoser Eispalast zu Gast: Ein Must-Win-Spiel für beide Seiten.

Eine ähnliche Ausgangslage hat Ambri zu Hause gegen Fribourg - beide Teams sind im Direktduell zweier Strichkonkurrenten auf Punkte angewiesen.

Nicht minder brisant geht es in den anderen Stadien zu und her: In Basel muss Rapperswil-Jona heute Abend zwingend gewinnen, um noch ein Wörtchen bei der Playoff-Vergabe mitreden zu können. Die ZSC Lions hingegen wollen die verzweifelt um an einen Platz an der Playoff-Sonne kämpfenden Teams hinter sich lassen - keine einfache Aufgabe zuhause gegen den starken EV Zug.

(mat/si)

Vertragsverlängerungen beim SCB

Der NLA-Leader Bern hat die Verträge mit dem Verteidiger Beat Gerber sowie den Stürmern Ramzi Abid und Daniel Meier verlängert. Der zu Beginn der Saison oft kritisierte Kanadier Abid (27) unterzeichnete einen Zweijahresvertrag bis 2010, Meier (36) bleibt vorerst eine weitere Saison in Bern und Gerber (25) erhielt einen Fünfjahreskontrakt bis 2013.

Fröhlichers Rückkehr nach Langnau

Joël Fröhlicher kehrt auf die kommende Saison vom NLB-KLub Biel zu den SCL Tigers zurück. Der 25-jährige Verteidiger, der bereits zwischen 2003 und 2005 im Emmental spielte, unterzeichnete einen Zweijahresvertrag. In Biel erzielte Fröhlicher in dieser Saison in 32 Spielen 26 Skorerpunkte (5 Tore/21 Assists).

Kloten holt ausländischen Verteidiger

Die Kloten Flyers nahmen bis zum Saisonende den Franco-Kanadier Joe Rullier (28) unter Vertrag. Der Verteidiger mit 458 AHL-Einsätzen absolvierte diese Saison 20 AHL-Spiele für die Bridgeport Sound Tigers (ein Tor und 6 Assists). Rullier, der 1998 im NHL-Draft von den Los Angeles Kings in der fünften Runde gezogen worden war, wird am Samstag in Kloten erwartet und könnte frühestens am Abend im Heimspiel gegen Genf-Servette für die Zürcher Unterländer debütieren.

Vertrag für verletzten LaCouture

Der Amerikaner Dan LaCouture steht entgegen ersten Angaben weiterhin im Kader des HC Lugano. Der 30-jährige Stürmer, mit dem die Tessiner den Ende Dezember auslaufenden Vertrag ursprünglich nicht verlängern wollten, darf vorerst bei den Tessinern bleiben, bis der verletzte Landon Wilson wieder fit ist. Kurios: Wegen einer am Spengler Cup erlittenen Schulter-Verletzung ist LaCouture derzeit ebenfalls nicht einsatzfähig.

Die nächsten Spiele

Nationalliga A: Samstag, 5. Januar. 35. Runde: Bern - Basel (19.45 Uhr). Fribourg - Davos (19.45). Kloten - Genf-Servette (19.45). Lugano - SCL Tigers (19.45). Rapperswil-Jona - Ambri-Piotta (19.45). - Sonntag, 6. Januar. 36. Runde: Genf-Servette - Bern (15.45 Uhr). SCL Tigers - ZSC Lions (15.45). Zug - Kloten (15.45).

Deine Meinung