Aktualisiert 18.12.2008 22:40

Studie«Headbanging» macht krank

Das bei Rockkonzerten besonders unter Jugendlichen beliebte «Headbanging» kann ernsthafte gesundheitliche Schäden zur Folge haben.

Das Kopfschleudern zu den Heavy-Metal-Sounds von Bands wie Metallica, Motörhead und Megadeth führt demnach zu starken Kopf- und Nackenschmerzen sowie zu Schwindelanfällen. Das haben Wissenschaftler der Universität von New South Wales im australischen Sydney nachgewiesen. Die Ergebnisse der Studie wurden am Donnerstag im Fachmagazin «British Medical Journal» veröffentlicht.

Die Autoren Declan Patton und Andrew MacIntosh hatten zunächst selbst Rock- und Heavy Metal-Konzerte besucht, um die Bewegungen des «Headbanging» zu beobachten. Sie entwickelten ein Rechenmodell, mit dessen Hilfe sie die Folgen je nach Schnelligkeit und Winkel der Kopfbewegungen untersuchten.

Demnach können bereits Bewegungen mit einer Spanne von 45 Grad bei einer Musik von 146 Schlägen pro Minute «leichte Kopf- und Nackenschmerzen» auslösen. Schnelleres «Headbanging» mit einem grösseren Winkel könne sogar zu Schwindelanfällen und Schädeltrauma führen.

Wer sicher gehen möchte, das Rockkonzert gesund wieder zu verlassen, sollte nach Angaben der Autoren nur mit Halskrause «headbangen» - oder ihren Empfehlungen folgen, nur noch Musik von Celine Dion, Enya oder Michael Bolton zu hören. (sda)

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