Zweierbob: Hefti holt EM-Bronze in Altenberg
Aktualisiert

ZweierbobHefti holt EM-Bronze in Altenberg

Beat Hefti gewinnt in Altenberg Bronze bei der Zweierbob-EM. Vor dem Appenzeller klassieren sich zwei deutsche Piloten.

Beat Hefti und Thomas Lamparter sichern sich in Altenberg die Bronze-Medaille.

Beat Hefti und Thomas Lamparter sichern sich in Altenberg die Bronze-Medaille.

Beat Hefti und Thomas Lamparter mussten im Zweier der Männer nur den beiden deutschen Duos von Thomas Florschütz und Maximilian Arndt den Vortritt lassen. Der Wettkampf wurde nach einem Lauf wegen widriger Wetterbedingungen abgebrochen. Als der Final-Durchgang hätte beginnen sollen, war der Schneefall so stark, dass für die Steuerleute die Sicht zu schlecht gewesen wäre. Die Testpiloten winkten nach ihren Einsätzen ab und schüttelten ihre Köpfe. Der nasse Schnee blieb an den Helm-Visieren kleben. An eine reguläre Fortführung des Rennens war nicht mehr zu denken. Schon die Abwicklung des ersten Laufs war auf der Kippe gestanden. Erst mit eineinhalb Stunden Verspätung und bei Flutlicht konnte das Wettkampf-Pensum aufgenommen werden.

Der Renn-Abbruch dürfte Beat Hefti zupass gekommen sein. Mehrere Konkurrenten sassen dem 33-jährigen Appenzeller im Nacken und hätten ihm die Bronzemedaille noch streitig machen können. Der russische Routinier Alexander Subkow, in der letzten Saison bei den kleinen Schlitten Welt- und Europameister, lag nur um eine Hundertstelsekunde zurück. Gold und Silber waren für Hefti sowieso ausser Reichweite. Der Rückstand auf Leader Thomas Florschütz betrug fast eine halbe Sekunde. Der Kron-Favorit wäre wohl nicht mehr abzufangen gewesen. Florschütz hatte seinerseits eine Reserve von einer Hundertstel auf seinen Landsmann Maximilian Arndt. Für Hefti ist es die dritte EM-Medaille, seit er nicht mehr als Anschieber, sondern als Pilot unterwegs ist: 2010 in Igls (Ö) holte er gar den Titel, 2009 in St. Moritz gabs Silber.

Die anderen Schweizer Crews erfüllten in etwa die Erwartungen. Gregor Baumann/Alex Baumann realisierten mit Rang 7 ihr bestes Resultat in dieser Weltcup-Saison. Rico Peter und Simon Friedli klassierten sich an 19. Stelle.

Gastgeber wie erwartet dominant

Florschütz ist ein verdienter Europameister. Nach siebenmal Silber bei Olympischen Winterspielen, WM- und EM-Rennen stand er in Altenberg erstmals bei einem internationalen Titelkampf zuoberst auf dem Podest. Ihm haftete schon das Image des «ewigen Zweiten» an. Im bisherigen Saisonverlauf ist er der dominierende Mann im Zweier. In den vier Weltcup-Rennen in diesem Winter hat er nunmehr dreimal gewonnen und einmal den 2. Platz erreicht. Beat Hefti ist zwar bei all diesen Wettkämpfen auch immer aufs Podest gestiegen, Florschütz war aber auf höherem Niveau noch etwas konstanter. Trotz der Favoritenrolle musste Florschütz in Altenberg bange Momente überstehen. In den Trainings war er durch eine Fussverletzung stark behindert worden. Für den Wettkampf musste er sich schmerzstillende Spritzen setzen lassen.

Für die gastgebenden Deutschen war es der zweite Doppelsieg in Altenberg, nachdem bereits Cathleen Martini und Sandra Kiriasis bei den Frauen die ersten beiden Plätze belegt hatten. Fabienne Meyer bescherte der Schweiz ebenfalls Bronze. Heute Sonntag werden die Europameisterschaften mit dem Vierer-Rennen abgeschlossen - sofern das Wetter den Organisatoren keinen Strich durch die Rechnung macht.

Altenberg (De). EM/4. Weltcup-Station. Männer. Zweier. Schlussklassement.

(nur ein Durchgang wegen schlechten Wetterbedingungen)

1. Thomas Florschütz/Kevin Kuske (De 1) 56,26.

2. Maximilian Arndt/Marco Hübenbecker (De 2) 0,01 zurück.

3. Beat Hefti/Thomas Lamparter (Sz 1) 0,47.

4. Alexander Subkow/Dimitri Trunenkow (Russ 1) 0,48.

Ferner: 7. (EM-6.) Gregor Baumann/Alex Baumann (Sz 2) 0,75. 19. (EM-17.) Rico Peter/Simon Friedli (Sz 3) 1,65.

(si)

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