Heftige Kämpfe in Südafghanistan
Aktualisiert

Heftige Kämpfe in Südafghanistan

Die islamische Taliban-Miliz hat in Südafghanistan offenbar ihre grösste Offensive seit Beginn des Jahres eingeleitet.

Mehrere hundert Rebellen griffen Polizeiposten nahe der Stadt Tschora in der Provinz Urusgan an, wie niederländische Offiziere mitteilten. Es kam zu heftigen Kämpfen mit den NATO-Truppen in der Region. Seit dem Wochenende wurden mehr als 100 Menschen getötet, unter ihnen auch einfache Bewohner der Region.

Der Gouverneur der Provinz Urusgan und der afghanische Präsident Hamid Karsai forderten nach den Angriffen militärische Unterstützung an, wie der niederländische Generalmajor Jouke Eikelboom mitteilte. Daraufhin wurden auch US-Kampfflugzeuge eingesetzt. Die Taliban suchten nach afghanischen Angaben zum Teil Zuflucht in Wohnhäusern, die ebenfalls bombardiert wurden. In der Nachbarprovinz Kandahar hätten die Rebellen den Bezirk Mija Nischin besetzt, teilte der dortige Provinzpolizeichef Esmatullah Alisai mit. Die Angriffe stellen offenbar eine Änderung in der Taktik der Aufständischen dar, die bislang vor allem einzelne Bombenanschläge verübten. (dapd)

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