Aktualisiert 18.03.2018 09:43

Ungewöhnlich viele im Spital

Heftigste Grippewelle seit über 10 Jahren hält an

Noch immer ist die Grippesaison nicht ausgestanden. Knapp 12'000 Fälle verzeichnet das Bundesamt für Gesundheit bisher bereits.

von
scl
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So viele Grippekranke wie jetzt gab es seit Jahren nicht: In den vergangenen 52 Wochen verzeichnete das BAG 11'858 Fälle. (Symbolbild)

So viele Grippekranke wie jetzt gab es seit Jahren nicht: In den vergangenen 52 Wochen verzeichnete das BAG 11'858 Fälle. (Symbolbild)

Keystone/Maurizio Gambarini
Auch das Influenza-A-Virus mischt mit: Das Grippevirus in der Nahaufnahme.

Auch das Influenza-A-Virus mischt mit: Das Grippevirus in der Nahaufnahme.

Keystone/DENNIS KUNKEL
Die diesjährige Grippewelle ist hartnäckig und dauert länger. Ungewöhnlich viele Erkrankte mussten hospitalisiert werden.

Die diesjährige Grippewelle ist hartnäckig und dauert länger. Ungewöhnlich viele Erkrankte mussten hospitalisiert werden.

Keystone/Jean-Christophe Bott

So viele Grippekranke wie jetzt gab es seit Jahren nicht. In den vergangenen 52 Wochen verzeichnete das Bundesamt für Gesundheit (BAG) 11 858 Fälle. Das sind rund 1000 mehr als im Vorjahr und fast viermal so viele wie in der Saison 2016/17. «Es ist die heftigste Grippewelle seit mehr als einem Jahrzehnt», sagt Florian Banderet, Oberarzt an der Medizinischen Poliklinik des Universitätsspitals Basel, gegenüber der «SonntagsZeitung».

In seinem Krankenhaus mussten die Ärzte knapp 400 Patienten wegen der Influenza hospitalisieren. Zum Vergleich: Im Vorjahr waren es 280. Eine ähnliche Bilanz zieht Sonja Bertschy, Stellvertretende Chefärztin der Infektiologie am Luzerner Kantonsspital. «Vergangenes Jahr haben wir 230 Patienten stationär behandelt, heuer sind es bereits 360.» Ungewöhnlich viele von ihnen lagen auf der Intensivstation.

Auffallend sei zudem die lange Dauer der aktuellen Grippesaison. Tatsächlich zählte das BAG in den vergangenen neun Wochen noch 1170 Fälle, während diese Zahl in den Jahren zuvor nicht annähernd so hoch war. So registrierte es in derselben Periode 2017 mit 187 zehnmal weniger Fälle.

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