27.11.2019 16:34

Kanton Waadt«Heiler» soll 19 Frauen sexuell missbraucht haben

Wegen verschiedener sexueller Delikte sitzt ein Mann in Waadt in Untersuchungshaft. Für seine esoterischen Sitzungen soll er Wucherpreise verrechnet haben.

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ihr
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Magnetiseure arbeiten mit ihren angeblich heilenden Händen mit Personen, die sich ihnen anvertrauen. Im Kanton Waadt steht ein solcher Magnetiseur im Verdacht, während seiner Sitzungen 19 Frauen sexuell missbraucht zu haben, berichtet «20 minutes». (Symbolbild)

Magnetiseure arbeiten mit ihren angeblich heilenden Händen mit Personen, die sich ihnen anvertrauen. Im Kanton Waadt steht ein solcher Magnetiseur im Verdacht, während seiner Sitzungen 19 Frauen sexuell missbraucht zu haben, berichtet «20 minutes». (Symbolbild)

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Deshalb befindet sich der 65-jährige Mann, der nebst seiner Tätigkeit als Magnetiseur auch als Hypnotiseur arbeitet und als Medium fungiert, nun seit November 2018 in Untersuchungshaft. (Symbolbild)

Deshalb befindet sich der 65-jährige Mann, der nebst seiner Tätigkeit als Magnetiseur auch als Hypnotiseur arbeitet und als Medium fungiert, nun seit November 2018 in Untersuchungshaft. (Symbolbild)

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Im nächsten Jahr muss er sich vor dem Strafgericht wegen Vergewaltigung, Wucher, sexueller Nötigung oder sogar verübter sexueller Handlungen gegen eine wehrlose Person verantworten. (Symbolbild)

Im nächsten Jahr muss er sich vor dem Strafgericht wegen Vergewaltigung, Wucher, sexueller Nötigung oder sogar verübter sexueller Handlungen gegen eine wehrlose Person verantworten. (Symbolbild)

Adl21

Im Kanton Waadt wird ein Magnetiseur – dabei handelt es sich um eine esoterische Tätigkeit, bei der jemand mit angeblich heilenden Händen mit Kunden arbeitet – von nicht weniger als 19 Frauen beschuldigt, sie sexuell missbraucht zu haben, berichtet «20 minutes». Der 65-jährige Mann, der neben seiner Tätigkeit als Magnetiseur auch als Hypnotiseur arbeitet und als Medium fungiert, befindet sich deshalb seit November 2018 in Untersuchungshaft.

Im nächsten Jahr muss er sich vor dem Strafgericht wegen Vergewaltigung, Wucher, sexueller Nötigung oder sogar verübter sexueller Handlungen gegen eine wehrlose Person verantworten. Seine bisherigen Anträge auf Freilassung sind abgelehnt worden. Er selbst beteuert seine Unschuld und sagt, er sei kein Sexualstraftäter. Auch seine Frau unterstützt ihn weiter. Diese lebt mit dem ehemaligen französischen Gendarmen seit zwanzig Jahren in der Schweiz.

Verschiedene Vergehen

Die Untersuchung ausgelöst hat eine Beschwerde einer Patientin wegen unsittlicher Berührungen. Kurz darauf haben zwei weitere Frauen mit den Ermittlern über ähnliche Tatbestände gesprochen. Letztlich beschuldigten 19 Frauen den Magnetiseur wegen unterschiedlicher Vergehen.

Dabei sei es nicht nur um Sex und Liebkosungen unter anderem in der Brustregion gegangen, sondern auch um sexuelle Gefälligkeiten, wenn sich die Frauen in einem «schwachen Zustand» befunden hätten. Zudem habe der Mann Honorare verlangt, die völlig «unverhältnismässig zu den erbrachten Leistungen» gewesen seien.

Vollumfänglich schuldfähig

Die Aussagen der Frauen stimmen allesamt überein. Doch der Beschuldigte bestreitet deren Inhalte und verweigert jegliche psychiatrische Behandlung. Ein im Gefängnis erstelltes psychiatrisches Gutachten hält fest, dass er eine narzisstische Persönlichkeits- und eine Borderline-Störung aufweise. Das Rückfallrisiko sei hoch, strafrechtlich sei er vollumfänglich schuldfähig.

Doch nicht nur deshalb wollen ihn die Richter nicht aus dem Gefängnis entlassen. Der Mann hat drei erwachsene Kinder in Frankreich und könnte versuchen, zu diesen zu fliehen. Zudem könnte er auch versuchen, Druck auf die zerbrechlichen Klägerinnen auszuüben, damit diese ihre Aussagen überdenken würden.

Fehlbare Masseure in Waadt

In den letzten Jahren wurden im Kanton Waadt mehrere Fälle von fehlbaren Masseuren bekannt, mit denen sich die Gerichte befassen mussten. Bei einigen davon handelte es sich auch um Wiederholungstäter.

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