Halleluja: Heilsarmee ändert Namen und Uniform
Aktualisiert

HallelujaHeilsarmee ändert Namen und Uniform

Es ist entschieden: Die Heilsarmee ist bereit, den Auflagen der EBU zu entsprechen. Für den Auftritt am Eurovision-Contest tauft sie sich um und lässt ihre offiziellen Uniformen daheim.

von
Marlies Seifert

«Die Heilsarmee blickt mit Freude in Richtung Malmö. Wir sind bereit, unserer Band einen richtigen Namen zu geben und einen Teil unserer Uniform abzulegen», sagt Heilsarmee-Pressesprecher Martin Künzi exklusiv zu 20 Minuten Online. Die Gewinner des Schweizer Vorentscheids beugen sich damit den Auflagen der European Broadcasting Union (EBU). Diese hatte unter anderem verlangt, dass das Heilsarmee-Sextett nicht in seiner offiziellen Uniform auftritt.

Drei neue Kostüme stehen zur Auswahl

Zunächst wollte die Organisation dieser Forderung nicht nachkommen. Nun hat man umgedacht: Man will in anderer Kostümierung auftreten. Sie darf laut Reglement keine Assoziationen zur Heilsarmee wecken: «Wir prüfen drei Optionen. Jede davon entspricht nach unserer Auffassung den Auflagen der EBU, sagt Künzi. «Wir haben spannende Lösungen. Es wird die eine oder andere heisse Überraschung geben. Ich möchte noch nicht zu viel verraten, aber unser 94-jähriger Kontrabassist Emil wird für den Auftritt in Malmö zu gewinnen sein.»

Gemeinsam mit dem SRF will man kommende Woche über die definitiven Kostüme diskutieren: «Die Version, für die wir uns zusammen entscheiden werden, sollte mit grösster Wahrscheinlichkeit abgesegnet werden, gibt sich Künzi optimistisch. «Die endgültige Zulassung liegt jedoch nicht in unseren Händen.»

Noch mehr will man sich nicht verbiegen

Auch den Namen will die Heilsarmee-Band entsprechend den Vorgaben der EBU ändern. Bisher habe man ja gar keinen wirklichen Bandnamen gehabt, gibt Künzi zu bedenken. Nun wollen sich die sechs Salutisten darum richtig taufen: «Es sind noch etwa sechs Namen im Rennen», verrät Künzi. Ein englischer Name soll es werden. «Unsere Favoriten wollen wir aber noch nicht verraten. Vielleicht wird es aber sogar ein Name sein, der von 20 Minuten Online vorgeschlagen wurde», sagt er. «Die vielen Leser-Reaktionen und Rückmeldungen haben uns Mut gemacht und uns inspiriert.»

Die endgültige Fassung des neuen Heilsarmee-Auftritts wird voraussichtlich Mitte Februar bei der EBU eingereicht. Diese hat dann darüber zu entscheiden, ob das neue Konzept vollumfänglich dem Eurovisions-Reglement entspricht. Noch mehr Kompromisse will die Heilsarmee aber nicht eingehen. Künzi: «Sollten die Spielregeln nochmals geändert werden, wird man uns disqualifizieren müssen.»

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