Wegen Kursverlusten: Heilsarmee verliert fast 36 Millionen Franken
Aktualisiert

Wegen KursverlustenHeilsarmee verliert fast 36 Millionen Franken

Die Krise geht auch an der Heilsarmee nicht spurlos vorbei. Zwar haben sich die Schweizerinnen und Schweizer 2008 spendabler als im Vorjahr gezeigt, wegen Kursschwankungen an der Börse musste das Hilfswerk jedoch einen Finanzverlust von fast 36 Millionen Franken hinnehmen.

Die Heilsarmee hat letztes Jahr bei Geldsammelaktionen in der Schweiz mit 45,5 Millionen Franken 12,6 Prozent mehr eingenommen als im Vorjahr, wie aus der am Freitag veröffentlichten Jahresrechnung hervorgeht. Die Erträge aus Spenden nahmen dabei um 1,8 Millionen auf 25,9 Millionen Franken zu, jene aus Legaten um 3,8 Millionen auf 18,8 Millionen Franken. Gleichzeitig gingen die Beiträge der öffentlichen Hand von 1,2 auf 0,7 Millionen Franken zurück. Da der übrige Betriebsertrag praktisch unverändert bei 119,7 Millionen Franken blieb, stieg der totale Ertrag für das Jahr 2008 um 3,5 Prozent auf 165,3 Millionen Franken.

Negativ wirkte sich die Krise jedoch auf den Finanzerfolg der Heilsarmee aus, der mit 35,9 Millionen Franken negativ zu Buche schlug. Um diese negative Entwicklung auf den Finanzmärkten aufzufangen, hatte die Heilsarmee bereits in den vergangenen Jahren einen Teil der Gewinne dem Fonds für Wertschwankungen zugewiesen. Dank dieser Reserve habe sichergestellt werden können, dass keine Spendengelder, Legate oder Erbschaften wegen realisierten Kursverlusten verloren gegangen seien, heisst es. Per Ende 2008 befanden sich im Fonds für Wertschwankungen noch 11,1 Millionen Franken. Der Aktienanteil der Heilsarmee betrug per vergangenem 30. April 15 Prozent. (dapd)

Deine Meinung