Sesselbahn Weissenstein: Heimatschutz beim Bund abgeblitzt

Aktualisiert

Sesselbahn WeissensteinHeimatschutz beim Bund abgeblitzt

Das Bundesamt für Verkehr (BAV) muss beim Konzessionsverfahren für die neue Gondelbahn auf den Solothurner Hausberg Weissenstein nicht in den Ausstand treten. Der Schweizer Heimatschutz (SHS) ist mit seinem Ausstandbegehren beim Bund abgeblitzt.

Der Entscheid des Eidgenössischen Departementes für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) werde nicht ans Bundesverwaltungsgericht weitergezogen, teilte der SHS am Mittwoch mit. Er hatte gefordert, dass das BAV wegen seiner Befangenheit als Folge früherer Stellungnahmen in den Ausstand treten müsse.

Das BAV habe schriftlich zugesichert, bei der Prüfung des Konzessionsgesuches die Beurteilung der sicherheitstechnischen Belange klar von den regalrechtlichen zu trennen, hält der SHS fest. In Fachkreisen sei unbestritten, dass die historische Anlage auf den Weissenstein sicher weiterbetrieben könne.

Anfang November hatte die historische Sesselbahn nach 60 Jahren ihren Betrieb eingestellt. Als Ersatz für die Anlage soll auf den 1280 Meter hohen Hausberg von Solothurn eine moderne Bahn mit 50 Sechser-Gondeln gebaut werden. Das Projekt mit Investitionen von 12 Millionen Franken ist umstritten.

Der Heimatschutz will seine Kräfte zusammen mit dem Verein Pro Sesseli und der Stiftung Historische Seilbahn Weissenstein darauf konzentrieren, den alten Sesselilift instand zu stellen. Es bestünden kaum Zweifel, dass die Bahn nach einer umfassenden Revision wieder eine Betriebsbewilligung erhalte.

Im März hatte der Bundesrat die Anpassung des Richtplans für den Weissenstein mit Auflagen genehmigt. Der Kanton Solothurn muss sicherstellen, dass die neue Seilbahn die Landschaft «nicht übermässig» beeinträchtigt.

(sda)

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