Aktualisiert 25.12.2006 07:09

Heimliche Hinrichtungen in Japan

In Japan sind vier verurteilte Mörder hingerichtet worden. Die Regierung nutzte dazu die Parlamentspause.

Damit haben sich die Befürchtungen von Gegnern der Todesstrafe bewahrheitet, dass die Regierung die gerade begonnenen Parlamentsferien wieder für Hinrichtungen nutzen würde.

Sie werfen der Zentralregierung vor, auf diese Weise öffentliche Debatten über die Todesstrafe vermeiden zu wollen. Zuletzt war am 16. September vergangenen Jahres die Todesstrafe in Japan vollstreckt worden.

Die Regierung gibt nur im Nachhinein Hinrichtungen bekannt, nicht aber die Namen der Getöteten. Menschenrechtsaktivisten und die japanischen Medien erfahren diese nur durch die Hinterbliebenen oder durch Anwälte. Derzeit warten noch 92 Todeskandidaten in japanischen Gefängnissen auf die Vollstreckung. (sda)

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