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BundesligaHeimpleite für Dortmund, Bayern souverän

Kein guter Spieltag für Borussia Dortmund: Der deutsche Meister unterliegt vor eigenem Publikum dem Hamburger SV 1:4 und verliert so wichtige Punkte bei der Verfolgung von Leader Bayern.

In der 21. Runde der deutschen Bundesliga haben die Teams auf den Rängen 2 bis 4 keinen Sieg einfahren können. Meister Borussia Dortmund blamierte sich mit einer 1:4-Heimniederlage gegen den Hamburger SV.

Vom Ausrutscher des BVB vermochte Bayer Leverkusen nur beschränkt zu profitieren. Die «Werks-Elf» musste sich bei Mönchengladbach trotz klarer Überlegenheit und Führung in der Schlussphase mit einem 3:3 begnügen. Eintracht Frankfurt kam zuhause gegen Nürnberg nicht über ein torloses Remis hinaus.

Bayern München setzt derweil zum Alleingang an. Der Tabellenführer gewann mit 4:0 gegen Schalke 04 und baute seinen Vorsprung auf Borussia Dortmund auf 15 Punkte aus. Vor 71'000 Zuschauern in der ausverkauften Arena erzielten David Alaba (19./51.), Bastian Schweinsteiger (32.) per Freistoss und Mario Gomez (63.) die Treffer für den Rekordchampion, der auch das vierte Spiel nach der Winterpause für sich entschied.

Robert Lewandowski: Tor und Platzverweis

Dortmund musste erstmals in dieser Rückrunde Punkte abgeben. Für die Gelb-Schwarzen hatte die Partie gut begonnen. Nach einem Befreiungsschlag in der eigenen Abwehr war es Robert Lewandowski, der am Schnellsten reagierte und cool zum 1:0 einschob. Dieses Tor war aber offenbar Gift für die Gastgeber. Bis zum Ausgleich dauerte es nur eine Minute. Das Unheil nahm nun für die Dortmunder seinen Lauf. Erst gelang dem Südkoreaner Son Heung-Min mit einer feinen Einzelleistung das 2:1 für den HSV (26.) und dann wurde Star-Stürmer Lewandowski vom Platz gestellt (31.). Schiedsrichter Gräfe bestrafte den Polen mit der roten Karte, nachdem dieser statt den Ball den Gegenspieler Per Skjelbred mit voller Wucht getroffen hatte. Der Entscheid war vertretbar, nahm doch Lewandowski bei dieser Aktion eine Verletzung seines Widersachers in Kauf. Die Emotionen gingen hoch in dieser Phase.

Ab der 60. Minute herrschte personell wieder Gleichstand, nachdem Innenverteidiger Jeffrey Bruma für eine Notbremse an Marco Reus ebenfalls Rot gesehen hatte, die Tore sollten sich aber nicht die Waage halten. Die beiden HSV-Stürmer Son Heung-Min und Artjoms Rudnews hatten am Ende jeweils einen Doppelpack auf dem Konto. Für ihren Trainer Thorsten Fink war der Erfolg eine schöne Genugtuung, ist doch der Ex-Basler in Dortmund geboren. Beim BVB war die Abwehr für einmal alles andere als sattelfest. Mats Hummels zog einen schwachen Tag ein.

Favres Gladbach im Glück

Bei Leverkusen konnte man sich über den Punkt im Borussia-Park nicht freuen. Bayer erarbeitete sich von Beginn weg ein Übergewicht, das hätte besser belohnt werden müssen. Und auch bei den Schiedsrichter-Entscheiden war den Gästen das Glück nicht hold.

Als viele schon mit Leverkusens Sieg gerechnet hatten, drückte Patrick Herrmann den Ball per Kopf zum 3:3 für Gladbach über die Linie. Für das Team von Lucien Favre wurde ein schmeichelhaftes Unentschieden Tatsache. Positiv war bei den «Fohlen» vor allem die Chancenauswertung. In der 58. Minute hiess es praktisch mit ihrem zweiten Torschuss 2:1 zu ihren Gunsten. Wenig später erzielte Stefan Kiessling sein 100. Bundesliga-Tor, und brachte André Schürrle Bayer erstmals in Führung (64.). Der knappe Vorsprung sollte aber nicht reichen, was man auf Leverkusener Seite als unfassbar taxierte. Sie hätten ja während der ganzen Spielzeit auf ein Tor gespielt, meinten Spieler und Funktionäre der «Werks-Elf» hinterher unisono.

Die Leverkusener können sich damit trösten, dass sie eine eindrucksvolle Serie fortführen konnten. Ihre letzte Auswärtsniederlage gegen Mönchengladbach datiert vom 25. Februar 1989! Seither sind sie bei diesem Gegner sage und schreibe 21 Mal ungeschlagen geblieben.

Schwarze Serien von Fürth und Stuttgart

Der Tabellenletzte Greuther Fürth hat es nicht geschafft, eine Horror-Serie zu stoppen. Der Aufsteiger wartet auch nach der 21. Runde und dem 0:1 gegen Wolfsburg auf seinen ersten Heimsieg. Fürth kann froh sein, dass Hoffenheim, das sich auf dem Barrage-Platz befindet, ebenfalls verloren hat (0:1 bei Hannover).

In einer Krise steckt der VfB Stuttgart. Die Schwaben kassierten mit dem 1:4 zuhause gegen Werder Bremen ihre bereits fünfte Niederlage in Folge.

Borussia Dortmund - Hamburger SV 1:4 (1:2).

Tore: 17. Lewandowski 1:0. 18. Rudnews 1:1. 26. Heung-Min 1:2. 62. Rudnews 1:3. 89. Heung-Min 1:4.

Bemerkungen: 31. Rote Karte gegen Lewandowski (grobes Foul). 60. Rote Karte gegen Bruma (Hamburger SV/Notbremse).

Borussia Mönchengladbach - Bayer Leverkusen 3:3 (1:0).

Tore: 44. Stranzl 1:0. 52. Sam 1:1. 58. De Jong 2:1. 60. Kiessling 2:2. 64. Schürrle 2:3. 86. Herrmann 3:3.

Bemerkungen: Mönchengladbach ab 60. mit Xhaka.

VfB Stuttgart - Werder Bremen 1:4 (0:1). - Tore: 34. Ekici 0:1. 50. Traoré 1:1. 61. Hunt 1:2. 74. Ekici 1:3. 92. De Bruyne 1:4.

Hannover 96 - Hoffenheim 1:0 (1:0).

Tor: 8. Diouf 1:0.

Bemerkungen: Hannover mit Djourou, ohne Eggimann (verletzt) und Nikci (nicht im Aufgebot). Hoffenheim ohne Derdiyok (verletzt).

Greuther Fürth - Wolfsburg 0:1 (0:1). - Tor: 23. Dost 0:1.

Bemerkungen: Wolfsburg mit Benaglio, ohne Rodriguez und Hitz (beide Ersatz).

Eintracht Frankfurt - 1. FC Nürnberg 0:0.

Bemerkungen: Eintracht Frankfurt mit Schwegler. Nürnberg mit Klose.

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(si)

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