Aktualisiert 15.02.2012 12:52

Bier-GigantHeineken spart trotz Milliardengewinn

Der niederländische Bierbrauer Heineken hat einen Gewinnrückgang von 1,4 Prozent registriert und will darum Stellen abbauen. Die Schweiz ist wohl nicht betroffen.

Heineken schreibt 1,43 Milliarden Euro Gewinn.

Heineken schreibt 1,43 Milliarden Euro Gewinn.

Der niederländische Bierbrauer Heineken hat 2011 zwar mehr Umsatz gemacht, aber wegen höherer Kosten unter dem Strich weniger verdient. Er hat am Mittwoch in Amsterdam ein Sparprogramm angekündigt, mit dem er bis 2014 über 500 Millionen Euro sparen will.

Der Umsatz kletterte im letzten Jahr zwar um 3,6 Prozent auf 17,1 Milliarden Euro, wie das Unternehmen mitteilte. Der Gewinn fiel gegenüber 2010 jedoch um 1,4 Prozent auf 1,43 Milliarden Euro. Grund dafür sind die steigenden Preise für Inhaltsstoffe, Werbung und Infrastruktur.

Die Preiserhöhungen dürften im laufenden Jahr weitergehen. So erwartet Heineken insbesondere bei der Braugerste eine weitere Verteuerung. Um die Zusatzausgaben abzufedern, kündigte die Unternehmensleitung ein Sparprogramm an, bei dem auch die Anzahl Stellen reduziert werden soll.

Keine Massnahmen in der Schweiz geplant

Die Stellenreduktion soll gemäss Medienmitteilung über natürliche Fluktuation erfolgen. In der Schweiz sind keine personellen Massnahmen geplant, wie eine Heineken-Sprecherin auf Anfrage sagte. Genaue Angaben über den hiesigen Markt gibt Heineken nicht bekannt.

Die 1864 gegründete Brauerei ist nach AB Inbev und SABMiller der drittgrösste Bierhersteller der Welt. In der Schweiz besitzt Heineken unter anderen die Marken Haldengut, Calanda und Eichhof. (sda)

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