19.06.2015 18:42

Nicht jugendfreier KetchupHeinz wirbt auf Flasche für Porno-Seite

Die Ketchup-Riese Heinz schockiert mit einem peinliche Promo-Fehler. Der QR-Code auf einer Flasche führte einen Kunden zu einer heissen Web-Adresse.

von
jal
1 / 4
Daniel Korell nutze den QR-Code auf der Rückseite einer Heinz-Flasche und war vom Ergebnis überrascht. Er wurde automatisch zu der Pornoseite Fundorado weitergeleitet. (Bild: Daniel Korell via Facebook)

Daniel Korell nutze den QR-Code auf der Rückseite einer Heinz-Flasche und war vom Ergebnis überrascht. Er wurde automatisch zu der Pornoseite Fundorado weitergeleitet. (Bild: Daniel Korell via Facebook)

Sofort meldete sich Daniel per Facebook beim Hersteller: «Euer Ketchup ist wohl nichts für Minderjährige», schrieb er der Firma auf ihre Facebook-Page. (Bild: Daniel Korell via Facebook)

Sofort meldete sich Daniel per Facebook beim Hersteller: «Euer Ketchup ist wohl nichts für Minderjährige», schrieb er der Firma auf ihre Facebook-Page. (Bild: Daniel Korell via Facebook)

Mittlerweile wirbt sogar die Porno-Seite selbst mit dem PR-Fehler auf ihrer Seite.

Mittlerweile wirbt sogar die Porno-Seite selbst mit dem PR-Fehler auf ihrer Seite.

QR-Codes für PR-Aktionen können auch pikant daneben gehen. Das beweist der Fall der Firma Heinz. Als Daniel Korell den QR-Code auf seiner Flasche durch den Handy-Scanner jagte, überraschte ihn die geöffnete Website auf seinem Display. Er wurde automatisch zu der deutschen Pornoseite Fundorado weitergeleitet, auf der ihn Frauen zu einer Webcam-Show einladen wollten.

Sofort meldete sich Daniel per Facebook beim Hersteller mit einem Beweis-Foto: «Euer Ketchup ist wohl nichts für Minderjährige. Vielleicht solltet Ihr mal der IT-Abteilung Bescheid geben – das Gepostete passiert jedenfalls, wenn man den QR-Code auf der Heinz-Flasche scannt.»

Wie kann solch ein Fehler überhaupt passieren?

Viele Firmen nutzen das kryptische QR-Quadrat und drucken es auf ihre Produkte, um Kunden auf Websites zu locken. Heinz hatte sich die Domain hinter dem Code für eine Aktion gesichert, bei der sich die Kunden ein eigenes Flaschen-Etikett ausdrucken lassen konnten. Die Aktion ist bereits abgelaufen, wie auch die Rechte über die Domain. Die neuen Rechte am QR-Code hat sich jetzt eben jene Porno-Seite gesicherte, auf der auch Daniel gelandet ist.

Die Firma Heinz meldete sich via Facebook und entschuldigte sich bei Daniel: «Bei deiner Flasche handelt es sich um einen Restposten. Die Aktion «sag's mit HEINZ» gibt es nicht mehr. Aus diesem Grund, führt auch der aufgedruckte QR-Code nicht zu unserer Seite. Leider können wir daher nicht kontrollieren, welche Seite stattdessen angezeigt wird.»

Die Pornoseite selbst ist mittlerweile auf den PR-Clou aufgesprungen und wirbt auf ihrer Homepage mit diesem Fehler. Auf einem Banner steht: «Ja, das Original von der Ketchup-Flasche!» Ausserdem haben sie Daniel eine freie Mitgliedschaft für ihre Website angeboten. PR-technisch ein voller Erfolg für die einen und ein peinlicher Fehler für die anderen.

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.