Wieso Sido zuschlug: «Heinzl hat mich erneut provoziert»
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Wieso Sido zuschlug«Heinzl hat mich erneut provoziert»

Am Wochenende streckte Sido den österreichischen Society-Reporter Dominic Heinzl mit einem Faustschlag nieder. Jetzt spricht der Rapper erstmals über seine Motive.

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sei

Der Ausraster kostete ihn seinen Auftrag: Weil Sido den österreichischen Society-Reporter Dominic Heinzl im Anschluss an die ORF-Fernsehshow «Die grosse Chance» mit der Faust schlug, ist der Rapper seinen Jury-Posten in der Castingshow los. «Mir ist klar, dass der Sender Gewalt nicht tolerieren kann. Mein Rauswurf war konsequent», zeigt sich Sido gegenüber «Bild» einsichtig. Wenn man Berichten von Express.de glauben darf, soll Sidos Prügelopfer den freigewordenen Platz am Jury-Pult übernehmen.

Im «Bild»-Interview spricht der Rapper nun über die Gründe für seinen Ausraster. Er sei mit Heinzl nicht zum ersten Mal aneinandergeraten, so Sido: «Es begann vor zwei Jahren. Heinzl kam auf mich zu, packte mich am Kragen, wollte ein Interview. Da habe ich gesagt: ‹So fasst mich keiner an, bitte gehe mir künftig aus dem Weg. Wenn du mir weiter frech kommst, dann kriegst du eine.›»

«Er wollte mich wieder provozieren»

Danach habe ihn Heinzl zum Dauerthema seiner Promi-Show «Chili» gemacht. Sido: «Er provozierte mich andauernd. Ich sei asozial, trage nur Asi-Klamotten. Ich habe den ORF daher gebeten, dafür zu sorgen, dass wir uns nicht begegnen.» Doch am Freitag eskalierte der Streit: Während der Live-Show hatte Sido Heinzl als «Dominic Hampl» bezeichnet. «Nach der Show schrie mich Heinzl an: ‹Sido, du Depp, lass uns das unter Männern klären!›», erzählt Sido. «Er wollte mich wieder provozieren. Wir haben gestritten. Ich habe ihm dann über meine Sicherheitsleute hinweg eine gegeben. Mit der Hand, nicht mit der Faust.» Zu Boden ging Heinzl trotzdem. «Als ich ihn getroffen habe, stand er noch. Als ich aus dem Studio ging, fiel er plötzlich hin. Was für ein Schauspieler!», meint der Musiker dazu.

Sido, einfach unverbesserlich

In einem Statement vom Sonntag streute sich Paul Würdig, wie Sido bürgerlich heisst, Asche übers Haupt: «Ich bin zu weit gegangen», gab er auf Facebook zu. Er habe ein Aggressions-Problem, sagt Sido auch in der «Bild»: «Wenn ich mich ungerecht behandelt fühle, raste ich ab einem bestimmten Punkt aus und bin schwer runterzubringen. Ich habe in den letzten Jahren daran gearbeitet, aber leider ist es noch einmal passiert.» Eine persönliche Entschuldigung bei Heinzl kommt dem Berliner weiterhin nicht in die Tüte: «Ich entschuldige mich nur bei seiner Mutter. Sie kann ja nichts für ihren Sohn», meint er nur süffisant.

Das letzte Wort in dieser Affäre scheint noch nicht gesprochen zu sein. Die Polizei befasst sich inzwischen mit dem Fall. Dominic Heinzl steht zurzeit nicht für Interviews zur Verfügung, wie das ORF auf Anfrage von 20 Minuten mitteilte.

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