Aktualisiert 31.08.2016 12:32

TraditionHeiraten ist bald ohne Trauzeugen möglich

Brautpaaren steht künftig wohl offen, ob sie die Tradition von Trauzeugen leben wollen. Weiter soll die Wartezeit zwischen Vorbereitungsverfahren und Hochzeit gekippt werden.

von
kko
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Ein Brautpaar mit seinen Trauzeugen im Standesamtsaal in Stans im Kanton Nidwalden. Dieses Bild könnte bald der Vergangenheit angehören, denn ...

Ein Brautpaar mit seinen Trauzeugen im Standesamtsaal in Stans im Kanton Nidwalden. Dieses Bild könnte bald der Vergangenheit angehören, denn ...

Keystone/urs Flueeler
... der Bundesrat empfiehlt eine Motion von FDP-Mann Andrea Caroni zur Annahme. Er will die Bestimmung abschaffen, wonach es für die Heirat zwei Trauzeugen braucht. Zwar gefalle ihm die Tradition persönlich sehr, sagt Caroni. «Es soll aber jeder selber entscheiden können, ob er Trauzeugen dabei haben will oder nicht.»

... der Bundesrat empfiehlt eine Motion von FDP-Mann Andrea Caroni zur Annahme. Er will die Bestimmung abschaffen, wonach es für die Heirat zwei Trauzeugen braucht. Zwar gefalle ihm die Tradition persönlich sehr, sagt Caroni. «Es soll aber jeder selber entscheiden können, ob er Trauzeugen dabei haben will oder nicht.»

Keystone/Peter Klaunzer
Die berühmteste Trauzeugin der Welt: Pippa Middleton.

Die berühmteste Trauzeugin der Welt: Pippa Middleton.

Keystone/AP/Martin Meissner

Wer heiratet, soll künftig keine Trauzeugen mehr benötigen. Nach dem Nationalrat hat sich auch die Rechtskommission des Ständerates für eine Änderung ausgesprochen. Auch die Wartezeit von zehn Tagen zwischen Vorbereitungsverfahren und Trauung soll abgeschafft werden.

Die Kommission hat einer Motion des früheren Nationalrats und heutigen Ständerates Andrea Caroni (FDP, AR) zugestimmt, wie die Parlamentsdienste am Mittwoch mitteilten.

Freiwillige Tradition

Dem Brautpaar stehe es offen, sich durch Trauzeugen begleiten zu lassen, hält die Kommission fest. Die Tradition der Trauzeugen könne auf freiwilliger Basis weitergelebt werden. Für ein Erfordernis sehe sie aber keine stichhaltigen Argumente.

Das gilt auch für die Wartefrist von zehn Tagen. Diese finde ihre Begründung im historischen Verkündungsverfahren, das es heute nicht mehr gebe, schreibt die Kommission. Künftig sollen Paare deshalb unmittelbar nach dem Vorbereitungsverfahren heiraten können. (kko/sda)

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