Temperatursturz: Heisse Fahrt in Basler Trams
Aktualisiert

TemperatursturzHeisse Fahrt in Basler Trams

Sobald es kalt wird, beginnen die Trämliführer mit dem Heizen. Doch das klappt nicht in allen Trams gleich gut.

von
Jonas Hoskyn

Der Herbst hat Basel mittlerweile fest im Griff. Doch während die Pendler am Morgen an den Tramhaltestellen noch schlottern, beginnt im Tram das grosse Entkleiden. Denn dort herrschen oftmals tropische Temperaturen von bis zu 25 Grad. «Das ist nicht normal», stöhnt eine Frau. «Die sind wohl nicht ganz gebacken!» Sie habe sich mittlerweile angewöhnt, beim Einsteigen alle Fenster aufzureissen.

«Das macht natürlich ökologisch wenig Sinn», sagt BVB-Pressesprecherin Dagmar Jenny. Besser sei, den Wagenführer anzusprechen. Aber auch die können oft nur schlecht reagieren: «Ich kann entweder anstellen, dann ist es zu heiss – oder abstellen, dann ist es zu kalt», sagt ein Trämliführer gegenüber 20 Minuten. Das Problem: Nur die neuen Combinos, also knapp ein Drittel aller Trams, verfügen über eine automatische Klimaanlage, die sich den Aussentemperaturen anpasst. Alle anderen haben nur eine stufenlose Heizung. «An einem kalten Morgen brauchts die schon», so Jenny. Und weil die Führerkabine eine eigene Heizung hat, könne es schon vorkommen, dass der Chauffeur unwissentlich sein Tram überheize.

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