Aktualisiert 14.09.2016 15:47

Zentralschweiz

Heisser September rettet die Badi-Saison

Nach einem harzigen Start in die Badi-Saison im Mai und einem verregneten Juni zeigte sich der September von seiner sonnigsten Seite und rettete die Badi-Betriebe doch noch.

von
jak
Yves (links) und Nicolas geniessen noch die letzten Sonnenstrahlen im Strandbad Lido in Luzern.

Yves (links) und Nicolas geniessen noch die letzten Sonnenstrahlen im Strandbad Lido in Luzern.

Kein Anbieter/jak

Bald ist die Badi-Saison offiziell zu Ende: Am 18. September gehen die meisten Badis in der Zentralschweiz zu. Trotz sehr guter Bilanz im September werden aber die letzten paar Badetage wohl ins Wasser fallen. Denn: Ab Donnerstag ist ein Temperatursturz mit viel Regen angekündigt.

«Anfang Juni stand uns das Wasser bis zur Küche»

Aber auch der Saison-Beginn war nicht anders: «Der Anfang war sehr schleppend», sagt Claudia Simmen, Betriebsleiterin im Seebad Seewen. «Der Juni war der schlimmste Monat. Wegen des Hochwassers stand uns das Wasser bis zur Küche.»

Besseres Juni-Wetter hätten sich auch andere Badi-Betreiber gewünscht: «Wenn die Sommerferien vorbei sind, haben wir viel weniger Besucher als kurz vor den Ferien», so Franz Geisseler, Bereichsleiter in den Badeanlagen Mooshüsli in Emmenbrücke. «Am Saisonanfang war unser Rasen schon so stark vom Regen durchnässt, dass teilweise sogar grosse Flächen abgesperrt werden mussten», sagt Geisseler weiter. «So stellt man sich einen guten Start in den Sommer nicht vor. Ausserdem gab es den ganzen Sommer durch keine lange Schönwetterperiode.» Deshalb werde man die 150'000 Eintritte, die man erfahrungsgemäss jährlich zählt, nicht ganz erreichen.

«Der September war zuletzt vor 29 Jahren so heiss»

Der September zeigte sich dafür von seiner besten Seite. «Mit dem Saisonschluss ist es für uns doch noch eine gute Saison geworden», sagt Marcel Wiesler, Geschäftsführer des Strandbads Lido in Luzern. Rund 90'000 Eintritte habe man diese Saison gezählt. Das Ziel von 100'000 Eintritten werde man knapp nicht erreichen. «Durch den heissen September konnten wir einiges aufholen und somit das schlechte Wetter vom Juni beinahe ausgleichen.»

Das Strandbad in Sempach konnte heuer sogar ein Rekordjahr verzeichnen, wie Bademeister Romeo Schwegler mitteilte. «Wir hatten dieses Jahr genau gleich viele Spitzentage wie letztes Jahr, obwohl wir weniger Tage offen hatten.»Normalerweise hat das Strandbad Sempach laut Schwegler im September keine Besucher mehr. Doch heuer sei eine riesige Ausnahme: Der September war schon lange nicht mehr so warm.

Nur Franz Geisseler aus dem Mooshüsli erinnert sich noch gut an den Sommer 1987: «Damals war der September so warm, dass wir sogar zwei Tage über den Bettag am 18. September hinaus noch offen hatten», so Geisseler. «Dann kam der plötzliche Wetterumbruch. Die Temperaturen fielen von 30 auf 13 Grad und es schneite bis auf 1000 Meter.»

Keine Saison-Verlängerungen geplant

Trotz des heissen Septembers denken die Betreiber aber auch dieses Jahr nicht an eine Verlängerung der Saison. «Irgendwann müssen auch Bademeister in die Ferien gehen», so Franz Geisseler. Am Bettag würden sowieso die meisten Verträge der Saisonarbeiter auslaufen. Für diejenigen, die aber nicht genug vom Baden bekommen können, gibt es in den kalten Monaten die Alternative Hallenbad im Mooshüsli in Emmenbrücke oder im Lättich in Baar: «Bei uns läuft das Hallenbad sehr gut», so Bruno Hoppler, Abteilungsleiter Liegenschaften und Sport der Gemeinde Baar.

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