Zug: Heisses Seilziehen um Rafael Diaz
Aktualisiert

ZugHeisses Seilziehen um Rafael Diaz

Bleibt er in Zug? Oder wechselt er nach Lugano, Bern oder Zürich? Der Vertrag von Nati-Verteidiger Rafael Diaz läuft aus. Er ist die Nummer 1 auf dem Markt.

von
Marcel Allemann
Als Abwehrpatron des EV Zug ein gefragter Mann: Rafael Diaz. (Bild: Keystone)

Als Abwehrpatron des EV Zug ein gefragter Mann: Rafael Diaz. (Bild: Keystone)

«Bis spätestens in einem ­Monat entscheide ich mich, vielleicht auch schon in den nächsten 14 Tagen», sagt Diaz gegenüber 20 Minuten. «Es ist ein Entscheid, der nicht einfach ist. Einerseits bin ich ein Zuger, der Verein und diese Region bedeuten mir sehr viel. Andererseits wäre es vielleicht an der Zeit, mich einer neuen Herausforderung zu stellen», beschreibt der Kreativverteidiger seine Gedankengänge. Der grösste EVZ-Konkurrent im heissen Seilziehen scheint ­Lugano zu sein. Die Tessiner wollen den Secondo spanischer Herkunft unbedingt als neue Integrationsfigur und sollen Diaz ein «grande» Angebot gemacht haben.

Den Abgang von Diaz zu verhindern, ist nicht die einzige Herausforderung für EVZ-Sportchef Patrick Lengwiler. Auch der Kontrakt mit Damien Brunner läuft aus. In den Top 20 der auslaufenden Verträge ist der torgefährliche Nati-Stürmer für 20 Minuten die Nummer 2. Spannende Verhandlungen stehen auch in Davos und Bern an, Stars wie Genoni, Guggisberg oder Bürgler (HCD) sowie Rü­themann oder Plüss (SCB) sind ebenfalls auf dem Markt.

Immerhin scheint unter den NLA-Sportchefs, nach dem «Fall Gardner» vor einem Jahr, wieder eine Spur mehr Vernunft eingekehrt zu sein. Denn als der damalige ZSC-Stürmer bereits im September beim SCB unterschrieb, gab es fast nur Verlierer. Für den ZSC brachte er kaum noch Leistung und galt als «Verräter». Und der SCB vergoldete einen Spieler, den er einige Monate später auch günstiger hätte haben können.

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