20 Grad: Heiz-Streit – Lehrer schlottern in der Schule
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20 GradHeiz-Streit – Lehrer schlottern in der Schule

Die Lehrer in Winterthur unterrichteten bei 20 Grad – vielen war dies zu kalt. Nun gewährte die Stadt ein Grad mehr. Das freut nicht alle.

von
num
Von 20 auf 21 Grad: Die Jacke muss im Schulzimmer nicht getragen werden (Symbolbild).

Von 20 auf 21 Grad: Die Jacke muss im Schulzimmer nicht getragen werden (Symbolbild).

20 Minuten / Lukas Hausendorf

Den Lehrern in Winterthur wars zu kalt im Schulzimmer: Mehrere Schulleiter beschwerten sich bei der Stadt, wie das Schuldepartement dem «Landboten» bestätigt. Bisher hatte der Stadtrat 20 Grad als Solltemperatur angegeben.

Der Protest der Schulen zeigte Erfolg: Die Stadt toleriert ab diesem Winter 21 Grad – also ein Grad mehr. Schulvorsteher Stefan Fritschi (FDP) sagt dem «Landboten», er habe sich mit dem Leiter der Energiefachstelle getroffen, um «eine pragmatische Umsetzung der Vorgaben» zu vereinbaren.

Stadt geht nicht von grossem Mehrverbrauch aus

Dieser sagt, die Regeln würden nun mit «Augenmass» umgesetzt. Neu gilt eine Toleranzregelung: In alten Schulhäusern mit Zugluft darf die Temperatur auf bis zu 23 Grad eingestellt werden.

Was das bewilligte Grad mehr für Auswirkungen auf den Energieverbrauch hat, zeigt sich erst nächstes Jahr. Bei der Stadt geht man nur von einem geringen Mehrverbrauch aus. Grünen-Präsident Reto Diener zeigt sich gegenüber der Zeitung nicht erfreut: Ein Grad wärmer bedeute fast sechs Prozent mehr Energieverbrauch.

Mit Pulli ausrüsten?

«Es sollte doch möglich sein», findet Diener, «dass man sich mit einem warmen Pullover ausrüstet für die Zeit, in der man ruhig am Platz sitzt.» Doch auch das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) sieht in seinen Normen bei leichter körperlicher Arbeit im Sitzen eine Mindesttemperatur von 21 Grad vor.

Wie kalt/warm ist es bei Ihnen in der Wohnung und auf der Arbeit? Schreiben Sie uns auf feedback@20minuten.ch, wie Sie im Winter über die Runden kommen.

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