Aktualisiert 08.12.2008 20:20

BASELHeizpilze: Bei Verbot droht Bars grosser Umsatzverlust

Im Januar entscheidet der Grosse Rat über ein Heizpilz-Verbot. Barbetreiber befürchten deshalb ein Loch in der Kasse.

von
Leonie Kaiser

Samstagabend in der Steinen: Trotz Temperaturen nahe dem Gefrierpunkt trinken einige ihr Bier draussen an der Bar – dank wärmendem Heizpilz. «Ohne Heizstrahler würden wir Woche für Woche 10  000 Franken weniger einnehmen», sagt Astrit Dervishaj, Geschäftsführer des Bücheli. Führt das Parlament wie von der Regierung vorgeschlagen ein Heizstrahler-Verbot ein, müsse das Bücheli drei Servicestellen abbauen, so Dervishaj.

«Heizpilze sind ökologisch gesehen ein Unsinn», sagt Jörg Hofer, Leiter des Amts für Umwelt und Energie. Vier davon verbrauchten in sechs Stunden soviel Energie wie ein Einfamilienhaus an einem ganzen Wintertag.

Dass Wärmepilze umweltschädlich sind, interessiert einige Barbetreiber in der Steinen nicht: «Uns würden an einem guten Abend 1000 Franken fehlen», sagt etwa Attila Sahin von der V.I.P.-Bar. Er ist genervt, dass die Stadt immer mehr Verbote verhängt. «Im Hinblick auf das Rauchverbot kommt das Heizpilzverbot ungünstig», sagt Maurus Ebneter vom Basler Wirteverband.

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.