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Forderung von Zürcher KantonsrätenHeizpilze sollen Gäste im Corona-Winter warm halten

Zürcher Gastrobetriebe sollen im kommenden Corona-Winter Heizpilze aufstellen dürfen. Das fordern Zürcher Kantonsräte. Bei den Grünen kommt das gar nicht gut an.

von
Lynn Sachs
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Bald könnten Heizpilze wieder in Aussenbereichen von Zürcher Restaurants im Einsatz sein.

Bald könnten Heizpilze wieder in Aussenbereichen von Zürcher Restaurants im Einsatz sein.

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Das fordern über 60 Zürcher Kantonsräte mit einem dringlichen Postulat.

Das fordern über 60 Zürcher Kantonsräte mit einem dringlichen Postulat.

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Bei den Grünen kommt das nicht gut an: «Heizpilze sind von vorgestern», sagt etwa Fraktionschef Thomas Forrer.

Bei den Grünen kommt das nicht gut an: «Heizpilze sind von vorgestern», sagt etwa Fraktionschef Thomas Forrer.

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Darum gehts

  • Zürcher Gastronomen planen, wie es mit dem Aussenbereich von Restaurants im Corona-Winter weitergehen soll.
  • In einem Vorstoss fordern Zürcher Kantonsräte die befristete Bewilligung von Heizpilzen.
  • Das kommt bei den Grünen gar nicht gut an.

Die Corona-Krise hat der Gastronomie zugesetzt. Die geltenden Regeln machen das Geschäft nicht einfacher. Um die Distanz einzuhalten, dürfen die Restaurants in der Stadt Zürich ihre Tische und Stühle bis Ende Oktober auch auf öffentlichen Grund stellen. Doch mit dem kalten Wetter stellt sich in der Gastrobranche die Frage, wie es weitergehen soll.

Die Restaurantbetreiber wollen mithilfe von geheizten Zelten, temporären Dächern und Decken die Gäste im Winter weiterhin bedienen können, wie der «Tages-Anzeiger» berichtet. Gastronom Michel Péclard etwa sagt, er habe massenweise Decken bestellt. Nun erhalten die Betreiber politische Hilfe.

«Heizpilze sind von vorgestern»

Die Zürcher Kantonsräte Marc Bourgeois (FDP) und Jürg Sulser (SVP) haben zusammen mit 60 weiteren Ratsmitgliedern ein dringliches Postulat eingereicht, um den Gastronomen im Kanton unter die Arme zu greifen. Der Vorstoss will es Betrieben ermöglichen, wegen der Corona-Krise draussen Heizpilze aufstellen zu dürfen.

Das kommt bei den Grünen gar nicht gut an. Fraktionschef Thomas Forrer etwa sagt, dass Heizpilze von vorgestern seien – energietechnisch ein «Blödsinn». Auch Michael Zeugin, Chef der GLP-Fraktion, steht dem Vorstoss kritisch gegenüber. «Wir befürworten die befristete Bewilligung von Heizpilzen ganz sicher nur, wenn sie klimaneutral sind und zum Beispiel mit Biogas betrieben werden», sagt er zur Zeitung.

SP-Fraktionschef Markus Späth dagegen zeigt sich kompromissbereit: «Kann sein, dass wir unsere generelle Ablehnung gegenüber Heizpilzen befristet aufweichen.» Allerdings gilt auch für ihn, dass es erneuerbare Energie sein muss. Am nächsten Montag treffen sich Vertreter der Gastro-, Gewerbe- und Hotellerie-Branche mit dem Stadtrat, um ihre Anliegen für den Corona-Winter vorzustellen.

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123 Kommentare
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Tomas

01.09.2020, 16:01

Ich denke für die den einen Winter geht das in Ordnung. Solange man Geräte braucht, die bereits vorhanden sind und nicht neue anschafft. Mit dem was weniger geflogen wird durch Covid, sollten die paar Heizpilze ja noch drinliegen.

Corinna

01.09.2020, 15:25

Die Gastronomen haben ein sehr schwieriges Jahr und ich wünsche ihnen, das sie diese Pilze anstellen dürfen. Von was leben muss man ja. Die Kassen sind leer auch die CH Kassen deshalb muss sich jeder selbst helfen dürfen ohne Reklamationen.

Pablo

01.09.2020, 15:07

Klimaneutral sein wollen, Autos besteuern, und dann im Winter GasPilze aufstellen. Könnt Ihr Euch mal entscheiden? Im Winter muss niemand draussen sitzen weil es ihm zu gut geht.