Aktualisiert 14.11.2011 12:55

«Aktion Ferienbub»Hektik beim SC Bern und in Genf

Ein kurioser Tausch der Nullnummern: John Fritsche (20) wird zur Kur nach Genf geschickt und dafür kommt als Feriengast Adrian Brunner (24) nach Bern.

von
Klaus Zaugg
John Fritsche (l.) geht nach Genf, Adrian Brunner tritt den umgekehrten Weg an. (Fotos: Keystone)

John Fritsche (l.) geht nach Genf, Adrian Brunner tritt den umgekehrten Weg an. (Fotos: Keystone)

Adrian Brunner trainiert ab heute Montag bis und mit Donnerstag beim SCB, kommt jedoch in der Meisterschaft nicht zum Einsatz. Im Gegenzug wird der 20-jährige John Fritsche, dessen Cousin Dan Fritsche bei Servette unter Vertrag steht, von den Genfern getestet.

Brunner und Fritsche sind statistische beinahe Nullnummern. Der Bruder von Zugs Topskorer Damien Brunner hat zwar in Genf einen Zweijahresvertrag. Aber er ist noch gar nie zum Einsatz gekommen. Fritsche hat beim SCB in 19 Partien lediglich drei Assists gebucht. Der schlaue Servette-General Chris McSorley könnte der Sieger dieser Transfer-Operette werden: Der Stürmerfloh Brunner (175 cm/75 kg), der letzte Saison in Ambri inkl. Liga-Qualifikation in 60 Partien 19 Punkte buchte, wird Bern nicht helfen können. Aber Fritsche hat ein enormes Potenzial, das er in Genf wohl eher entfalten kann als in Bern. Ist Fritsche mal in Genf, wird McSorley alles unternehmen, um ihn behalten zu können.

Spielertauschs haben Potenzial

Spielertauschs machen Sinn. Ein prominentes Beispiel: NLA-Topskorer und Nationalstürmer Damien Brunner wäre in Kloten mit ziemlicher Sicherheit in der vierten Linie versauert und wir würden heute seinen Namen nicht kennen, wenn er nicht im Tausch mit Thomas Walser nach Zug transferiert worden wäre.

Aber nun werden erstmals in der Geschichte unseres Hockeys Spieler während einer laufenden Meisterschaft bloss zum Trainieren getauscht. Sozusagen eine «Aktion Ferienbub»: Einer, der sich in Genf nicht glücklich fühlt, darf nach Bern in die Ferien und ein anderer, der in Bern nicht glücklich ist, darf in Genf seinen Cousin besuchen. Fritsches Position beim SCB wird bei einer Rückkehr aus seinem Ferienaufenthalt in Genf – so er denn wirklich wieder heimkommt - nicht besser sein. Aber die Hektik umso grösser.

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