Mega-Projekt: Heli soll Geschäftsleute in Vals ein- und ausfliegen
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Mega-ProjektHeli soll Geschäftsleute in Vals ein- und ausfliegen

Nichts weniger als eine neue Art von Tourismus einläuten soll der neue Turm in Vals. Geschäftsreisende sollen dort mit ihren Familien wohnen.

von
ish

Vals wird zum Ausgangspunkt für Leute, die Europa besuchen möchten – das ist die Vision von Investor Remo Stoffel. Denn auch Geschäftsleute auf Reisen wollten nicht ganz auf ihre Angehörigen verzichten, und deshalb sollen sie ihre Familie kurzerhand in Vals stationieren, während sie ihren Arbeitsterminen in Zürich oder anderswo nachgehen, erklärte Stoffel am Mittwoch in Zürich sein Mega-Projekt mit einem 380 Meter hohen Hotelturm im Tal. Und warum sollen die Geschäftsleute ausgerechnet Vals zu ihrer Basisstation wählen? Weil es nirgendwo sonst so viele grosse Hotelzimmer für die Familie gebe.

«Die Familie bleibt da, der Mann geht nach Zürich, Frankfurt oder Mailand.» Und wenn es pressiert, haben wir einen Helikopter», erklärt der Valser Steinbruchunternehmer Pius Truffer. Ein Heliport sei in der Schlucht geplant.

Und: Eventuell gäbe es dann ein Burka-Gebot für Vals, fügt er halb scherzend an. Stoffels betont im Anschluss, es seien wohl nicht nur Araber, sondern sicher auch Engländer, Japaner oder Chinesen, die nach Vals kämen.

Auf die Nachfrage eines Journalisten, warum Geschäftsleute nach Vals kommen sollten, antwortet Investor Remo Stoffel mit der Gegenfrage: «Stellen Sie sich vor: Was ist wichtig, damit Sie sich in Ihrem Schlafzimmer wohlfühlen?» Ruhe und frische Luft. Für Vals spreche auch, dass mit modernen Verkehrsmitteln, nämlich mit dem Helikopter, Zermatt und St. Moritz sehr schnell zu erreichen seien. Denn Geschäftsleute seien froh, wenn sie zum Beispiel nur zu einem Mittagessen nach St. Moritz müssten und danach wieder schnell zurück zu ihrer Familie könnten. Und die soll im Turm zu Vals untergebracht sein.

«Wenn Sie Unternehmer sind, müssen Sie sich auf Ihren Bauch verlassen», betonte Stoffel. «Wir glauben daran, dass wir es so weit bringen, dass es funktionieren wird.»

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