Ostukraine: Helikopter trotz Waffenruhe abgeschossen
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OstukraineHelikopter trotz Waffenruhe abgeschossen

Putin versucht die Lage im Osten der Ukraine zu entspannen. Währenddessen wird von Separatisten trotz Waffenruhe ein Militärhelikopter abgeschossen.

Der russische Präsident Wladimir Putin hat sich für eine Verlängerung der einwöchigen Waffenruhe in der Ostukraine ausgesprochen. Gleichzeitig sollten dort Gespräche mit den Separatisten geführt werden, sagte der Staatschef am Dienstag in Wien. Zuvor hatte bereits die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa gefordert, der Waffenstillstand solle länger andauern.

Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko hatte die einwöchige einseitige Waffenruhe am Freitag ausgerufen. Die Separatisten stimmten ihr am Montag überraschend zu. Sie wurde am Dienstag abgesehen von kleinen Scharmützeln auch befolgt.

Militärische Gewalt gegen Ukraine soll gestoppt werden

Auch sonst standen die Zeichen auf Entspannung: Putin bat das russische Parlament, die Resolution vom 1. März zur Genehmigung militärischer Gewalt gegen die Ukraine zu streichen, sagte sein Sprecher Dmitri Peskow russischen Nachrichtenagenturen. Poroschenko begrüsste dies als «praktischen Schritt» hin zu einem Frieden in der von einem Aufstand prorussischer Separatisten heimgesuchten Ostukraine.

Helikopter abgeschossen

Trotz der von den Separatisten akzeptierten Waffenruhe in der Ostukraine ist dort nach Regierungsangaben ein Militärhubschrauber abgeschossen worden. Die Aufständischen in der Ukraine haben den Abschuss eines Militärhelikopters bestätigt.

Die «Volkswehr» habe die Maschine vom Typ Mil-8 nahe von Slawjansk mit einer Rakete angegriffen, sagte ein Sprecher der Gruppen am Dienstag in Donezk.

Waffenruhe beidseitig gebrochen?

Bei dem Abschuss seien mindestens acht Soldaten ums Leben gekommen. Nach Angaben des ukrainischen Militärs wurden neun Soldaten an Bord getötet. Der Separatistenanführer Alexander Borodaj warf der Regierung vor, sich nicht an die Waffenruhe zu halten.

«Kiew hat den Krieg nicht eingestellt. Auch auf unserer Seite gibt es Tote und Verletzte», sagte er der Agentur Interfax zufolge. Beide Seiten hatten eine Feuerpause bis zu diesem Freitag verkündet.

(sda)

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