Nach «Squid Game»: Wird «Hellbound» der neue Hype aus Südkorea?
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Nächster Netflix-Hit aus Korea?«Hellbound» könnte «Squid Game» Konkurrenz machen

Auch zwei Monate nach dem Release besetzt «Squid Game» den zweiten Platz der meist geschauten Netflix-Serien. Wieso das düstere «Hellbound» dem Megahit Konkurrenz machen könnte.

von
Stephanie Vinzens
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Masken und verängstigte Gesichter: Auf den ersten Blick mag «Hellbound» an den Überraschungshit «Squid Game» erinnern.  Beide Produktionen stammen aus Südkorea, sind gesellschaftskritisch und brutal. 

Masken und verängstigte Gesichter: Auf den ersten Blick mag «Hellbound» an den Überraschungshit «Squid Game» erinnern. Beide Produktionen stammen aus Südkorea, sind gesellschaftskritisch und brutal.

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Während «Squid Game» Kritik an der kapitalistischen Gesellschaft übt, zeigt «Hellbound» wie verängstigte Massen in unsicheren Zeiten beschleunigt durch die digitale Welt zu Hass, Gewalt und Fanatismus angestachelt werden können.

Während «Squid Game» Kritik an der kapitalistischen Gesellschaft übt, zeigt «Hellbound» wie verängstigte Massen in unsicheren Zeiten beschleunigt durch die digitale Welt zu Hass, Gewalt und Fanatismus angestachelt werden können.

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Der sechsteilige Mystery-Thriller unterscheidet sich auch klar mit seiner supernatürlichen Prämisse – die äusserst vielversprechend ist. So tauchen eines Tages Monster in Seoul auf, die Menschen in die Hölle verbannen und die Gesellschaft damit in Chaos versetzten.

Der sechsteilige Mystery-Thriller unterscheidet sich auch klar mit seiner supernatürlichen Prämisse – die äusserst vielversprechend ist. So tauchen eines Tages Monster in Seoul auf, die Menschen in die Hölle verbannen und die Gesellschaft damit in Chaos versetzten.

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Darum gehts

  • Zwei Monate nach der Veröffentlichung triumphiert «Squid Game» noch immer auf dem zweiten Platz der zurzeit am meisten gestreamten Netflix-Serien.

  • Ab Freitag, 19. November, könnte eine andere südkoreanische Produktion der Hitserie Konkurrenz machen.

  • Hier sind fünf Gründe, wieso das noch düsterere «Hellbound» für ordentlich Wirbel sorgen und es ganz an die Spitze der Netflix-Charts schaffen könnte.

Der fesselnde Plot

Erste bereits veröffentlichte Kritiken versprechen eine in den Bann ziehende Geschichte mit überraschenden Wendungen. Auf dem Schauplatz Seoul erscheinen aus dem Nichts übernatürliche Wesen, die ausgewählten Menschen den exakten Zeitpunkt verkünden, an dem sie in die Hölle verdammt werden. Ist ihre Zeit – es kann sich um Sekunden oder Jahre handeln – abgelaufen, tauchen riesige Schattenmonster in Hulk-Statur auf und lassen nichts als ein räucherndes Skelett übrig.

Inmitten der kollektiven Massenpanik steigt eine religiöse Vereinigung, genannt Neue Wahrheit, empor, deren charismatischer Anführer Jung Jinsu die brutalen Vorfälle als Gottes Willen, die Menschheit auf den rechten Pfad zu führen, versteht. Während die Sekte massenhaft fanatische und auch gewaltbereite Anhänger gewinnt, setzen andere ihr Leben aufs Spiel, um nachzuforschen, inwiefern die Neue Wahrheit in die mysteriösen Vorfälle involviert ist. Allen voran die Anwältin Min Hyejin, die sich für die angeblichen Sünderinnen und Sünder einsetzt und der Dokumentarfilmer Bae Youngjae, dessen zwei Tage altes Baby in Kürze die Verdammung bevorsteht.

Die zeitgeistige Gesellschaftskritik

Wie schon die Serie «Squid Game» verwebt auch «Hellbound» koreanische Elemente mit universellen Gesellschaftsthemen und moralischen Fragen. Während Erstere Kritik an der kapitalistischen Gesellschaft übt, zeigt Letztere in zeitgeistiger und komplexer Manier, wie verängstigte Massen in unsicheren Zeiten beschleunigt durch die digitale Welt zu Hass, Gewalt und Fanatismus angestachelt werden können. So sind trotz der paranormalen Prämisse die Menschen das wahre Horrorelement des sechsteiligen Mystery-Thrillers.

Der talentierte Hauptdarsteller

Die zentrale Rolle des manipulativen Neue-Wahrheit-Masterminds wird gespielt von Yoo Ah-in. Der 35-Jährige hat bereits vergangenes Jahr mit seiner Leadperformance in der Netflix-Produktion «Alive» bewiesen, dass er bei der Kundschaft des Streaming-Giganten ankommt. So war der Zombiestreifen der erste koreanische Film, der es an die Spitze der Netflix-Charts schaffte. Für seine mitreissende Leistung im vielgelobten Psychothriller «Burning» erhielt er 2018 weltweite Anerkennung – und bewies, dass er selbst mindestens so charismatisch wie seine aktuelle Rolle in «Hellbound» ist.

Der Erfolgs-Regisseur

Yeon Sang-ho führte bereits bei zahlreichen Projekten Regie. Mit dem Actionthriller «Train to Busan» gelang dem 43-Jährigen 2016 ein Riesenerfolg. Es hagelte viel Lob für seine originelle Interpretation des Zombiegenres und sein Werk gilt als eines der erfolgreichsten südkoreanischen Filme. Ob ihm mit «Hellbound» ein erneuter Megahit gelingt?

Die bereits bestehende Fangemeinde

«Hellbound» basiert auf einem gleichnamigen populären Online-Comic, auch Webtoon genannt, der aus der Feder von Regisseur Yeon Sang-ho stammt und bereits eine Fangemeinde verzeichnen kann. Laut Netflix habe er nach seinem Release 2020 ein eindrückliches Rating von 9,77 aus 10 möglichen Punkten erhalten. Dass der aktuelle Trailer auf dem Youtube-Kanal von Netflix in eineinhalb Wochen 1,5 Millionen Views eingespielt hat zeigt, dass die Serie zu den meisterwarteten Releases des Monats gehört.

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