Helm und Gamelle bleiben zu Hause
Aktualisiert

Helm und Gamelle bleiben zu Hause

Der Bundesrat will nicht, dass Armeeangehörige Waffe und Ausrüstung künftig unentgeltlich im Zeughaus deponieren können. Zu teuer und aufwändig wäre das Hinterlegungsrercht nach Ansicht des Bundesrats.

Zurzeit sind gegen 900 persönliche Ausrüstungen bewilligungs-und gebührenpflichtig hinterlegt, wie der Bundesrat in seiner abschlägigen Stellungnahme zu einer Motion von Nationalrätin Francine John-Calame (Grüne/NE) schreibt. Wegen Missbrauchsgefahr sind zudem etwa 80 Waffen gebührenfrei eingelagert.

Laut Bundesrat würde ein Hinterlegungsrecht nicht nur eine Gesetzesänderung bedingen, sondern auch zu erheblichen Investitionen und Betriebskosten führen. Wenn ein Drittel der Armeeangehörigen davon Gebrauch machten, wäre mit Investitionen von rund 6 Millionen Franken und einem Personalaufwand von 15,5 Personenjahren zu rechnen.

Die Truppenkommandanten müssten zu Beginn des Dienstes einen beträchtlichen Zusatzaufwand betreiben, schreibt der Bundesrat weiter. Damit ginge auf Kosten der Einsatzbereitschaft Zeit für die Ausbildung verloren. Zudem wären die betroffenen Armeeangehörigen gezwungen, mit ihrer Waffe unnötig lange Wege in der Öffentlichkeit zurückzulegen. (sda)

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