Helvetia: Auf der Suche nach einer nationalen Ikone
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Helvetia: Auf der Suche nach einer nationalen Ikone

Die Briten haben Britannia, die Deutschen Germania und die Franzosen ihre Marianne. Die bekommt sogar alle paar Jahre ein neues Gesicht in Form eines prominenten Vorbildes. Geht das nicht auch mit Helvetia?

Sie heissen Germania, Britannia oder eben Helvetia und stellen nicht weniger als ein Nationalgefühl dar. Sie sind die personifizierte Heimat und tragen oft den Namen der römischen Provinzen Europas. Die modernste von ihnen ist wohl die französische Marianne, die im Nachbarland in jedem Rathaus und auf allen grösseren Plätzen zu finden ist.

Alle paar Jahre treffen sich die Bürgermeister und stimmen ab, welche berühmte französische Frau das neue, aktuelle Vorbild für die Marianne-Büste sein soll(20minuten.ch berichtete). Die bisherigen Modelle lesen sich wie ein Who-Is-Who der Damenwelt des Nachbarlandes: Brigitte Bardot, Mireille Mathieu, Catherine Deneuve und Laetitia Casta sind darunter. Als neuste Titelanwärterin wird übrigens Carla Bruni-Sarkozy gehandelt.

Das wirft die Frage auf, ob nicht auch mal die gute alte Helvetia eine Frischzellenkur vertragen könnte. Seit dem 17. Jahrhundert gilt sie den Schweizern als nationaler Mythos. Ihr «Look», seit langen Zeiten unverändert auf 50-Rappen-Stücken und Ein- und Zweifränklern zu sehen, könnte inzwischen auch mal überarbeitet werden.

Selbst Helvetias Name steht für die eidgenössische Konkordanz. Mit der Wahl des lateinischen Namens sollte keine der vier Landessprachen benachteiligt werden. Auch eine Sinnbild-Kandidatin müsste diesen hohen Anspruch erfüllen. Welche Schweizerin könnte Ihrer Meinung nach derart Patin für Helvetia stehen? Stimmen Sie ab im Rating!

(phi)

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