Aktualisiert 02.01.2015 14:47

VersicherungenHelvetia VR-Präsident Walser ist tot

Mit 68 Jahren ist Erich Walser nach schwerer Krankheit gestorben. Er wird als Baumeister der Versicherungsgesellschaft beschrieben.

Erich Walser war 35 Jahre lang für die Helvetia Versicherung tätig.

Erich Walser war 35 Jahre lang für die Helvetia Versicherung tätig.

Erich Walser, der Verwaltungsratspräsident der Versicherungsgesellschaft Helvetia, ist tot. Er starb am Dienstag nach kurzer schwerer Krankheit in seinem 68. Lebensjahr, wie am Freitag mitgeteilt wurde.

Walser habe das Unternehmen massgeblich geprägt, zunächst als Konzernchef, später als Verwaltungsratspräsident, schreibt Helvetia in einer Medienmitteilung. Verwaltungsrat, Geschäftsleitung und Mitarbeitende seien von seinem unerwarteten Tod sehr betroffen.

«Baumeister der heutigen Helvetia»

Walser hatte 35 Jahre lang für Helvetia gearbeitet. 1979 war er in den Bereich Finanzen der damaligen Helvetia Feuer eingetreten. 1991 wurde er zum Generaldirektor der Versicherung ernannt, 2003 wurde er Verwaltungsratspräsident. Während drei Jahren hatte Walser danach ein Doppelmandat als Konzernchef und Verwaltungsratspräsident inne. 2007 trat er aus dem operativen Geschäft zurück.

«Erich Walser darf ohne Übertreibung als Baumeister der heutigen Helvetia bezeichnet werden», heisst es in der Medienmitteilung. Die stetige Entwicklung zu einem erfolgreichen europäischen Allbranchen-Versicherer verdanke Helvetia in ganz besonderem Masse der Zielstrebigkeit, der Umsicht sowie dem herausragenden unternehmerischen Weitblick von Walser.

Unter der Führung von Walser als Konzernchef entstand mit der damaligen Lebensversicherung Patria eine immer engere Zusammenarbeit, die 1996 schliesslich zur Fusion der beiden Unternehmen zur Helvetia Patria führte. Vergangenen Sommer konnte Walser die 1,4 Mrd. Franken teure Übernahme von Nationale Suisse verkünden. Damit wird Helvetia zur Nummer 3 im Schweizer Versicherungsmarkt.

Breites Engagement

In den vergangenen Jahren war Walser nicht nur Präsident der Helvetia, sondern auch Verwaltungsrat von Huber Suhner. Letzten Frühling hatte Walser im obersten Führungsgremium des Kabelherstellers zusätzlich noch das Amt des Präsidenten übernommen. Walsers grosse Erfahrung, seine Loyalität, seine integrierende Art und seine Bescheidenheit hätten sein wertvolles Wirken geprägt, hiess es am Freitag in einer Mitteilung von Huber Suhner.

Der aus dem Kanton Appenzell Ausserrhoden stammende Walser war im Weiteren bei diversen weiteren Unternehmen und Institutionen als Verwaltungs- respektive Stiftungsrat engagiert. In Vergangenheit war er zudem auch Verwaltungsrat der Immobiliengesellschaft Allreal. 1993 war er in die Bankverwaltung der Ausserrhoder Kantonalbank gewählt worden, zu jenem Zeitpunkt also, als das später an die Schweizerische Bankgesellschaft verkaufte Finanzinstitut tief in der Krise steckte und das Führungsgremium «entpolitisiert» wurde.

Nach dem überraschenden Tod Walsers werden nun die Geschäfte des Helvetia-Verwaltungsrates bis auf weiteres durch die Vizepräsidentin Doris Russi Schurter geleitet. Mit der Regelung der definitiven Nachfolge werde sich der Verwaltungsrat zu gegebener Zeit befassen, teilte Helvetia mit. Bei Huber Suhner übernimmt ebenfalls interimistisch der Vizepräsident des Verwaltungsrates, Beat Kälin, die Aufgaben des Verstorbenen. (sda)

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