15.07.2020 07:14

Kurzfristig buchenHelvetic lanciert Pop-up-Flüge

Die Schweizer Regional-Airline reagiert auf die Corona-Krise und will kein normales Streckennetz mehr anbieten. Mit den sogenannten Pop-up-Flügen steigt Helvetic ins Geschäft mit Pauschalreisen ein.

von
Dominic Benz
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Die Helvetic Airways will in Corona-Zeiten mehr Flexibilität bieten.

Die Helvetic Airways will in Corona-Zeiten mehr Flexibilität bieten.

KEYSTONE
Pop-up-Flüge sollen das herkömmliche Liniennetz mit regelmässig stattfindenden Flügen ersetzen.

Pop-up-Flüge sollen das herkömmliche Liniennetz mit regelmässig stattfindenden Flügen ersetzen.

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Mit dem Pop-up-Konzept werden für kürze Zeit bestimmte Destinationen angeflogen. Das schreibt die Schweizer Regional-Airline am Mittwoch in einer Mitteilung.

Mit dem Pop-up-Konzept werden für kürze Zeit bestimmte Destinationen angeflogen. Das schreibt die Schweizer Regional-Airline am Mittwoch in einer Mitteilung.

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Darum gehts

  • Die Corona-Krise setzt den Airlines schwer zu.
  • Daher versuchen die Unternehmen, neue Wege zu gehen.
  • Die Helvetic Airways lanciert nun Pop-up-Flüge.
  • Ausgewählte Destinationen können für kurze Zeit angeflogen werden.
  • Zudem bestellt Helvetic grössere Flugzeuge.

Helvetic Airways geht in der Corona-Krise neue Wege und lanciert sogenannte Pop-up-Flüge. Anstelle eines herkömmlichen Liniennetzes mit regelmässig stattfindenden Flügen will die Schweizer Regional-Airline mit dem Pop-up-Konzept kurzfristig ausgewählte Destinationen anfliegen. Das schreibt Helvetic am Mittwoch in einer Mitteilung.

«Alle Flüge sind kurzfristig buchbar und unterliegen strengen Hygienemassnahmen. Sollte aufgrund von Reisebeschränkungen eine Route geändert werden müssen, können wir dies auf flexible Art regeln», wird Helvetic-CEO Tobias Pogorevc zitiert.

Die Pop-up-Flüge sollen der Airline während der Corona-Krise mehr Flexibilität bieten. Auf sich schnell ändernde Reisebestimmungen könne man so schnell reagieren und das Flugangebot entsprechend anpassen.

Weitere Pop-up-Destinationen im August

Die ersten Pop-up-Flüge von Helvetic finden vom 24. (Hinflug) bis 26. Juli (Rückflug) statt. Dabei fliegt die Airline Tivat in Montenegro an. Am 27. können Schweizer Feriengäste mit Helvetic auf die Insel Brač fliegen. Am 30. Juli geht es dann retour. Laut der Airline gab es zu diesen zwei Destinationen bisher keine Direktflüge ab Zürich.

Die Flüge dauern knapp zwei Stunden, die Preise liegen zwischen 595 und 775 Franken. Dabei sind gemäss der Mitteilung Flug und Hotel inbegriffen. Im August sollen mit Dubrovnik und der litauischen Hauptstadt Vilnius zwei weitere Pop-up-Destinationen hinzukommen. Gibt es Änderungen bei den Reisevorschriften werden die Pauschalreisen annulliert und die Kunden erhalten das Geld zurück.

Zeitgleich rüstet Helvetic bei ihrer Flotte auf. Ihre Bestellung von vier Maschinen des Typs E190-E2 hat die Airline nun auf die grössere Embraer E195-E2 umgewandelt (siehe Box). Die Flugzeuge können mehr Passagiere befördern und sollen umweltfreundlicher sein.

Umweltfreundlicher

Das ist die grössere Embraer

Die E195-E2 ist 41,5 Meter lang und hat eine Spannweite von 35,1 Metern. Sie bietet Platz für bis zu 146 Passagiere und kann bis zu 4815 Kilometer weit fliegen. Im Vergleich zur aktuellen Embraer-Generation E195 soll der Kraftstoffverbrauch in der E195-E2 pro Sitz um 25,4 Prozent geringer sein. Darüber hinaus ist die Maschine laut Zertifizierung mit aussergewöhnlich niedrigen Aussengeräusch- und Emissionswerten das umweltfreundlichste Flugzeug seiner Klasse.

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53 Kommentare
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Der Analyst

16.07.2020, 14:13

Das Flugzeug und die Crew bleiben während dem Aufenthalt auch vor Ort. Das kann man machen wenn die halbe Flotte eh gegroundet ist, sonst aber undenkbar !

lorenz

15.07.2020, 10:27

popup flüge? das konzept tönt eher nach popup-corona-party. wer's braucht ...

Der Nachdenken

15.07.2020, 09:59

Hat jemand eine Idee um ein Unternehmen durch die Krise zu bringen wird sofort gelästert. Ach ja es geht ja ums fliegen! Die Fliegerei ist ja umweltschädlich richtig. Ja aber nur wenn die andern fliegen. Es ist selbstverständlich das ich mit dem Flieger in die Ferien will, ist ja auch anstrengend zu Fuß oder mit dem Velo zu vereisen. Für alle die ihren Job in der Reisebranche verlieren ist es ja nicht schlimm oder? Mir tun alle leid, die ihr Existenz verlieren und anschließend als Arbeitslose ausgegrenzt und als faul beschimpft werden.