Zürich: Helvti Diner mausert sich zur Restaurant-Kette
Aktualisiert

ZürichHelvti Diner mausert sich zur Restaurant-Kette

Nach Stauffacher und Urania-Parkhaus wagen die Helvti-Diner-Betreiber den Sprung ans Bellevue. Auch andere Städte wollen sie mit ihren «High-End-Burgern» versorgen.

von
rom

Zwischen Bellevue und Bahnhof Stadelhofen, in der St. Urbangasse, eröffnen Adrian Hagenbach und Leopold Weinberg am Montag ihren dritten Helvti Diner. «Wir wurden von der Eigentümerin angefragt, haben das Lokal geprüft und sind der Ansicht, dass im Raum Bellevue das Angebot an High-End-Burgern noch nicht sehr gross ist», sagt Hagenbach.

In dem Gebäude, das komplett saniert wurde, befand sich im Erdgeschoss zuletzt die Milchbar, davor das Restaurant Skebe und noch früher während Jahrzehnten das Café Urban.

Bei der Inneneinrichtung des 50-plätzigen Restaurants nehmen die beiden Gastro-Unternehmer wie bei den bisherigen Helvti-Diner den Fifties-Groove eines US-Diners auf und transferieren ihn in die heutige Zeit. Design ist ihnen wichtig – Weinberg ist selber Architekt. «Wobei jedes Lokal eine eigene Handschrift trägt», sagt Hagenbach.

Dusty Rose und Twisty Taupet

Anstelle von satten Rot- und Violett-Tönen kommen am neuen Standort erstmals Pastellfarben mit Namen wie Dusty Rose oder Twisty Taupet zum Einsatz. Die Wände sind beispielsweise in Rosa gehalten, die Ledersitze in Türkis und die grosse Bar ist mit weissem Marmor bedeckt.

Änderungen gibt es auch beim Essen: Selbstverständlich stehen auf der Karte Burger wie der Swiss Premium (17.50 Fr), aber auch Salate sowie Dogs und Rolls. Neu ist jedoch das grosse Brunch-Angebot. Das liegt nicht zuletzt daran, dass der Helvti Diner beim Bellevue auch am Sonntag offen sein wird.

Auf die Frage, wie viele Helvti Diner die Stadt noch verträgt, sagt Hagenbach: «In der Innenstadt wohl nicht mehr viele.» Er könne sich zur Abwechslung aber auch «nur» die Eröffnung eines Take-aways vorstellen. «Wir behalten uns Flexibilität vor.» Gut möglich sei hingegen die Expansion in andere Schweizer Städte.

«Wir waren so ziemlich die Ersten in Zürich»

Denn mit ihren Burgern hat Helvti Diner eine eigentliche Burgermania losgetreten: «Wir waren 2011 so ziemlich die Ersten in Zürich mit High-End-Burgern», sagt Hagenbach. Mittlerweile wimmelt es von entsprechenden Restaurants oder auch Gerichten. «Darum ist es wichtig, das starke Diner-Konzept immer wieder neu zu erfinden.»

Und geduldig zu sein: Der zweite Helvti-Diner im Urania-Parkhaus kam anfänglich nicht so in die Gänge. Die Lage zwischen Niederdorf und Bahnhofstrasse ist zwar nicht schlecht, aber das Lokal liegt etwas versteckt im Parkhaus-Eingang. Hagenbach: «Wir wussten ja, worauf wir uns einlassen, und sind mittlerweile auf Budget-Kurs.»

Deine Meinung