Finanzmärkte : Herabstufung Italiens belastet Börsen in Fernost
Aktualisiert

Finanzmärkte Herabstufung Italiens belastet Börsen in Fernost

Die Börsen in Asien reagieren auf die Entscheidung von Standard & Poor's, Italien herabzustufen. Sie verlieren an Wert.

Die Herabstufung Italiens durch die Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) hat am Dienstag die Aktienmärkte in Asien belastet. Befürchtete Einbrüche blieben jedoch aus. Während die Barometer in Japan nach unten zeigten, tendierten die übrigen Börsen in Fernost sogar überwiegend im Plus.

Zuvor hatten neue Ängste vor einer Pleite Griechenlands die Wall Street auf Talfahrt geschickt. Die gesenkten Bonitätsnoten für Italien schürten die Sorgen vor einem Übergreifen der Krise auf weitere Staaten. Der Euro geriet ebenfalls unter Druck und gab um rund 0,5 Prozent auf 1,3608 Dollar nach.

«Der Markt konzentriert sich auf die Situation in Europa», sagte Analyst Yumi Nishimura von Daiwa Securities. Vor Beginn der zweitägigen Sitzung der US-Notenbank (Fed) seien die Anleger allerdings vorsichtig. Dies begrenze die Verluste. Von der Fed werden weitere Schritte zur geldpolitischen Lockerung erwartet.

Die Herabstufung Italiens platzte überraschend in die sich hinziehende Zitterpartie um eine Rettung Griechenlands vor der Pleite.

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index startete nach einem Feiertag mit einem Verlust von 1,61 Prozent auf 8721 Punkte in die Handelswoche. Der breiter gefasste Topix-Index gab 1,7 Prozent nach auf 755 Zähler.

Nach Verlusten am Vortag lagen der chinesische Leitindex sowie die Märkte in Südkorea , Taiwan und Singapur dagegen im Plus. In Hongkong und Australien zeigten die Börsenbarometer nach unten. (sda)

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