Aktualisiert 06.09.2007 07:17

Herber Dämpfer für Novartis in Patentstreit

Der Basler Pharmakonzern Novartis hat im Patentstreit mit dem israelischen Generikahersteller Teva einen weiteren Dämpfer erhalten.

Das US-Bezirksgericht New Jersey lehnte einen Antrag von Novartis auf eine einstweilige Verfügung gegen Teva im Zusammenhang mit dem Generikum des Novartis-Medikamentes Famvir (Genitalherpes) ab. Dies teilte Teva am Mittwochabend mit.

Vor knapp zwei Wochen hatte Teva von der US-Gesundheitsbehörde FDA die Zulassung für die Vermarktung eines Famvir-Generikums erhalten.

Teva steht in diesem Zusammenhang seit einiger Zeit in einem Patentstreit mit Novartis. Teva will den Wirkstoff Famciclovir, der Bestandteil des Medikaments Famvir ist, vor Ablauf des Patents auf den Markt bringen. Laut Novartis ist der Wirkstoff von Famvir durch ein Patent geschützt, das 2010 in den USA und 2008 in Europa auslaufen wird.

Teva hatte die Zulassung für ihr Produkt 2004 bei der US- Gesundheitsbehörde FDA beantragt. Novartis hatte daraufhin 2005 gegen Teva in den USA Klage wegen Verletzung des Wirkstoffpatents eingereicht. Von Mitte 2006 bis Mitte 2007 wurden in den USA mit dem Medikament rund 200 Mio. Dollar umgesetzt.

(sda)

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