Tour de Ski: Herber Rückschlag für Cologna bei Northug-Sieg
Aktualisiert

Tour de SkiHerber Rückschlag für Cologna bei Northug-Sieg

Dario Cologna hat die diesjährige Tour de Ski in der Verfolgung von Toblach (It) über 25 km verloren. Selbst ein Podestplatz wird nur noch schwer zu erreichen sein.

1 / 18
Val di Fiemme, 9 km Verfolgung, Sonntag, 11. Januar 2015:Der Norweger Martin Johnsrud Sundby gewinnt die Tour de Ski zum zweiten Mal in Folge. Vor ihm erreichte dies nur Dario Cologna.

Val di Fiemme, 9 km Verfolgung, Sonntag, 11. Januar 2015:Der Norweger Martin Johnsrud Sundby gewinnt die Tour de Ski zum zweiten Mal in Folge. Vor ihm erreichte dies nur Dario Cologna.

Keystone/Andrea Solero
Sein Landsmann Petter Northug kann die Führung vor der Schlussetappe nicht behaupten und muss im Aufstieg zur Alpe Cermis abreissen lassen.

Sein Landsmann Petter Northug kann die Führung vor der Schlussetappe nicht behaupten und muss im Aufstieg zur Alpe Cermis abreissen lassen.

Keystone/Grzegorz Momot
Der Russe Jewgeni Below wird bei seiner ersten Tour-de-Ski-Teilnahme starker Dritter und verdrängt Calle Halfvarsson auf den vierten Schlussrang.

Der Russe Jewgeni Below wird bei seiner ersten Tour-de-Ski-Teilnahme starker Dritter und verdrängt Calle Halfvarsson auf den vierten Schlussrang.

Keystone/Grzegorz Momot

Dario Cologna wies im Ziel als Siebenter 1:46 Minuten auf das Spitzenquartett auf, das im Spurt von Petter Northug gemeistert wurde. Northug bleibt somit Leader der Tour de Ski mit rund zwei Minuten Vorsprung auf Cologna. Der Favorit auf den Gesamtsieg heisst aber Martin Johnsrud Sundby (No). Cologna dürfte Mühe haben, in der Tour de Ski zumindest aufs Podest zu laufen. Der Rückstand auf Rang 3 beträgt für den dreifachen Tour-de-Ski-Sieger mehr als 1:40 Minuten.

Cologna hatte mit etwas über 50 Sekunden Rückstand die Verfolgung von Northug und Sundby aufgenommen. Das Negativ-Szenario traf prompt ein. Bereits auf den ersten Metern bildete sich die erwartete Vierergruppe mit den beiden Norwegern sowie Jewgeni Below (Russ) und Calle Halfvarsson (Sd). Das Quartett schlug unter dem Diktat von Sundby eine horrende Pace an. Cologna verlor auf den ersten 3,6 km bereits 11 Sekunden, zudem war er weiterhin isoliert. Der hinter ihm gestartete Alex Harvey (Ka) schloss nicht auf, und der vor ihm laufende Alexej Poltoranin war keine Hilfe. Der Kasache hegt keine Ambitionen im Gesamtklassement, sondern schont seine Kräfte für Etappensiege. Poltoranin übernahm keine Führungsarbeit.

Weitgehend auf sich gestellt

Gesellschaft erhielt Cologna erst im letzten Renndrittel. Ein Quartett unter dem Lead des Schweden Daniel Richardsson schloss auf. Der Rückstand des Schweizers betrug zu diesem Zeitpunkt bereits 1:50 Minuten, 60 Sekunden mehr als am Start. Doch Unterstützung erhielt Cologna nach wie vor nicht, denn Richardsson hatte keine Kräfte mehr und die Norweger durften keine Führungsarbeit leisten.

An der Spitze powerte Sundby unbeirrt weiter, einzig Northug leistete keine Führungsarbeit. Dafür schnappte sich der exzentrische Norweger den Etappensieg und die Bonussekunden. Sundby dürfte ihm nicht allzu böse sein, denn der Weltcup-Leader fürchtete mit Blick aufs Gesamtklassement Cologna und nicht Northug. Den Schweizer vermochte Sundby entscheidend zu distanzieren, das Tagesziel war erfüllt.

Weiter ins Val di Fiemme

Der Tour-de-Ski-Tross disloziert nun ins Val di Fiemme. Am Samstag findet dort ein Massenstart-Rennen über 15 km in klassischer Technik statt. Mit dem Gewinn von Bonussekunden bei den Zwischensprints und im Ziel kann Cologna mit Blick auf Rang 3 eventuell noch etwas ausrichten. Am Sonntag folgt der Anstieg auf den Alpin-Pisten zur legendären Alpe Cermis.

Zum Liveticker im Pop-up (si)

Deine Meinung